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Südstrand soll zum Gesundheitszentrum werden

Göhre Südstrand soll zum Gesundheitszentrum werden

n. Ein lautes Knacken und Krachen: Am Göhrener Weg zwischen dem Ostseebad und Lobbe sind seit Tagen Bagger und Sägen im Einsatz.

Göhre. n. Ein lautes Knacken und Krachen: Am Göhrener Weg zwischen dem Ostseebad und Lobbe sind seit Tagen Bagger und Sägen im Einsatz. Auf dem Gelände des ehemaligen Ferienlagers des Fischwerkes Sassnitz sowie des Pionierferienlagers „Etgar-André“ aus DDR—Zeiten hinter dem Ortsausgang Lobbe in Richtung Göhren werden die alten Bauten abgerissen und etliche Bäume gefällt. Es sind die Vorzeichen für Neues, was hier entstehen soll.

Die Gemeinde Göhren will die mit der Rehabilitationsklinik der Deutschen Rentenversicherung bereits begonnene und vor 25 Jahren in ihrem Flächennutzungsplan so ausgewiesene Entwicklung des Südstrandes zum Standort von Gesundheitseinrichtungen weiter vorantreiben. Mit dem B-Plan Nr. 22 „Standort für die Gesundheitswirtschaft am Südstrand“ soll als ein weiterer Baustein der gesundheitswirtschaftlichen Ausrichtung ein Schulungszentrum mit angeschlossener Produktion eines Implantate-Herstellers angesiedelt werden.

Zudem sollen im Bereich des 3,5 Hektar großen Planungsgebietes „Kliniken am Südstrand“ zwei neue Kliniken entstehen, wozu der B-Plan Nr. 26 aufgestellt wurde. Beide B-Pläne befinden beziehungsweise befanden sich in der Auslegung. „Bisher gab es nur Zustimmung“, weiß Bürgermeister Wolfgang Pester. In einer der nächsten Sitzungen werden die Gemeindevertreter über den Satzungsbeschluss befinden.

Mit dem Bau der beiden medizinischen Einrichtungen — eine Augenklinik (rund 70 Betten und 45 Mitarbeiter) und eine Klink für essgestörte Kinder und Jugendliche (rund 130 Betten und 60 Mitarbeiter) — soll noch in diesem Jahr begonnen werden, informiert Wilfried Horst von der Waldhotel Göhren GmbH. Der gehört das Grundstück, auf dem die Essklinik entstehen soll und entwickelt mit dem Grundstücksnachbarn (Augenklinik) B-Plan und Gelände gemeinsam.

„Betreiber für die Essklinik wird eine überregional tätige Klinikgesellschaft aus dem süddeutschen Raum sein. Wir bauen die Klinik und sind Eigentümer und verpachten sie für 25 Jahre“, so Horst.

Gebaut wird zur Straße hin, zur Seeseite hin entsteht eine Parkanlage, die auch öffentlich zugänglich sein soll. Für die gefällten Bäume — meist Pappeln — werde an anderer Stelle der Insel für rund 28000 Euro aufgeforstet.

Auf dem Gelände werden über 20 Bauten — teilweise mit Asbest belastet— abgerissen. „Die Entsorgung der maroden Gebäude und der darin illegal abgelegten Müllhalden hat begonnen“, so Horst. Alles kommt weg, bis auf den Keller der Villa „Stella Maris“, der gedeckelt als Quartier für Fledermäuse dienen soll und der Turm des alten Heinhauses, der Vermessungspunkt für Geodaten ist und in das Empfangsgebäude der Augenklinik integriert werden soll.

Noch nicht ganz soweit in den Planungen ist die Firma Intercus GmbH aus Bad Blankenburg, die eine „gläserne Produktionshalle“ und ein Schulungszentrum für nationale und internationale Fachärzte bauen will. Die Bauten sollen in dem rund 2,1 Hektar großen Plangebiet auf dem Fundament des einstigen „Fresswürfels“ entstehen, dem Versorgungstrakt des Pionierlagers. Die Firma will nach eigenen Angaben drei Millionen Euro investieren und 12 Arbeitsplätze schaffen (die OZ berichtete).

Die Göhrener erhoffen sich mit der Firmenansiedlung Gewerbesteuer-Einnahmen und einen touristischen Effekt. Zum einen soll die Abhängigkeit des Ortes von der Tourismuswirtschaft gedrosselt werden, zum anderen die Schulungsteilnehmer bei örtlichen Vermietern übernachten. Im Blick ist dabei die Vor- und Nachsaison.

Im Bereich des 3,5 Hektar großen Planungsgebietes "Strandklinik Mönchgut" auf einer Teilfläche des Ferienlagers sollen zwei medizinische Einrichtungen entstehen. Geplant ist eine

Von Gerit Herold

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