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Stralsund WBG investiert halbe Million in Prohn
Vorpommern Stralsund WBG investiert halbe Million in Prohn
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00:00 29.09.2016
Sieglinde Krohn hat WBG-Chefin Petra Kischnick und Kundenbetreuerin Petra Lenz (v.l.) zu einem kleinen Schwatz eingeladen.

Die Richtenberger Wohnungsbaugesellschaft (WBG) hat den nächsten Block in Prohn saniert. Nachdem schon die Ringstraße 8a bis c dran war, wurde nun im Sommer die Nummer 9a bis c rekonstruiert. 500 000 Euro hat die WBG in die Arbeiten investiert.

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Neue Küchen und Bäder für 20 Wohnungen in der Ringstraße 9a bis c jetzt übergeben

Prohn ist wegen der Infrastruktur eine gute Wohnadresse. Da ist Leerstand kein Thema.“Petra Kischnick, WBG-Geschäftsführerin

„Wir haben die Bäder komplett saniert. Das heißt, die alten 80-Liter-Boiler kamen raus, die gesamte Elektrik wurde neu gemacht, und natürlich haben wir auch die Sanitäranlagen ausgetauscht. Die Mieter konnten sich aussuchen, ob sie eine Dusche oder eine Badewanne haben wollten. Auch bei der Fliesenauswahl konnten sie mitentscheiden“, sagt Petra Kischnick beim Rundgang durch das Haus.

Fenster und Fassaden wurden schon in den 90er-Jahren erneuert. Die Geschäftsführerin der WBG erklärt, dass in diesem Zuge auch die Küchen saniert wurden. „Wir haben gleich die komplette Warmwasserversorgung gemacht, also auch in der Küche. Und es wurden natürlich auch die entsprechenden Anschlüsse für Geschirrspüler und dergleichen gelegt.“

Brandschutz-Türen im Keller und neue Stromleitungen auch im Flur standen ebenfalls auf dem Sanierungsplan, der von dem Architekten- und Ingenieurbüro AIU in Stralsund ausgearbeitet wurde. Die Firmen Pick (Elektro) und Grönhagen (Heizung/Sanitär) aus Stralsund, die Tischlerei Meier aus Lüssow und Fliesenleger Bollwahn aus Altenpleen sowie Maler Schlimper aus Richtenberg haben den Plan umgesetzt.

„Und das alles, während die Mieter in ihren Wohnungen bleiben konnten. Das war für beide Seiten ein hartes Stück Arbeit. Es wurde strangweise gearbeitet. Immer von 7 bis 17 Uhr, so konnten die Leute abends wieder auf ihre Toilette“, sagt Petra Lenz, WBG-Kundenbetreuerin. Sie kennt in der Prohner Ringstraße fast jeden Mieter.

20 Wohnungen wurden jetzt fertig gestellt. Und nur eine ist noch zu haben. „Prohn ist eine gute Wohnadresse. Schon wegen der Nähe zu Stralsund und der gut ausgebauten Infrastruktur hier. Deshalb ist Leerstand für uns kein großes Thema hier“, so Petra Kischnick. 140 Zwei- und Drei-Zimmer-Einheiten betreut die WBG Richtenberg in Prohn, nur acht sind noch zu haben. Gut sei aber auch, dass Prohn bereits in den 90er Jahren für die Wohnumfeldgestaltung gesorgt hat. „Die Leute leben gern hier“, berichtet Petra Lenz und gibt damit weiter, was die Bewohner ihr erzählen.

So wie Sieglinde Krohn. Die Prohnerin lädt uns zu einem kleinen Schwatz an ihren Küchentisch ein. „Wir haben während der Bauarbeiten im Garten gewohnt. So hatten wir keinen Stress mit dem Lärm.“ Die 63-Jährige und ihr Mann wohnen seit 2000 in zwei Zimmern in der Ringstraße. „Das Bad ist jetzt richtig schön, wir haben uns für eine Dusche entschieden“, erklärt sie und ergänzt: „Mein Mann hat mich dann überredet, auch gleich eine neue Küche zu kaufen, wenn hier schon einmal alles rausgerissen wird“, sagt Sieglinde Krohn und freut sich, dass alles so schön neu ist.

Und trotz der 500000 Euro-Investition sind die Mieten erschwinglich. „Wir liegen bei 5,11 Euro pro Quadratmeter kalt“, sagt Kischnick. Das soll dann auch bei der Ringstraße 7 so sein, die 2017 saniert wird.

Allein in Prohn betreut WBG 140 Wohnungen

Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) in Richtenberg wurde 1990 gegründet. Sie entstand aus der Gebäudewirtschaft Richtenberg.

17 Gesellschafter, nämlich Kommunen aus dem ehemaligen Landkreis Stralsund, stehen hinter der WBG, auch in den zuletzt schweren Zeiten. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Tribseeser Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU), Geschäftsführerin ist Petra Kischnick.

140 Wohnungen betreut die WBG Richtenberg in Prohn. 20 davon befinden sich in der jetzt sanierten Ringstraße 9.

Neubaublock-Wohnungen hat die WBG aber auch in Richtenberg, Franzburg und Tribsees in ihrem Bestand.10 000 Euro kostet die Sanierung einer alten Wohnung, wenn man sie für den nächsten Mieter schick machen will.

Ines Sommer

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