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Wo Stralsunder Häuser bauen können

Stralsund Wo Stralsunder Häuser bauen können

Weil immer mehr Menschen nach Stralsund ziehen, plant die Stadt viele neue Wohngebiete. Für die schönsten Flecken Land müssen Interessierte aber tief in die Tasche greifen.

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So soll das erste von zwei neuen Wohngebieten an der Hochschulallee einmal aussehen. GRAFIK: HANSESTADT STRALSUND

Stralsund. In naher Zukunft sollen in Stralsund mehrere neue Wohngebiete mit fast 200 Grundstücken entstehen. Die Stadt setzt dabei vor allem auf Flächen für Einfamilienhäuser. Damit soll die Grundlage für das angepeilte Bevölkerungswachstum geschaffen werden. Künftig sollen hier 70000 Menschen leben – rund 10000 mehr als derzeit. „So wie ich mir im letzten Jahr mit meiner Frau und den Kindern in Andershof, sollen sich auch andere Stralsunder Familien ihren persönlichen Wohntraum erfüllen können. Es ist wichtig, für jeden etwas im Angebot zu haben“, sagt OB Alexander Badrow. Niemand dürfe von einem Umzug an den Sund abgehalten werden, weil es kein passendes Grundstück gibt.

OZ-Bild

Weil immer mehr Menschen nach Stralsund ziehen, plant die Stadt viele neue Wohngebiete. Für die schönsten Flecken Land müssen Interessierte aber tief in die Tasche greifen.

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Grundstücke für den gut gefüllten Geldbeutel

Die Erschließung jenes Wohngebietes, um das in den vergangenen Jahren wohl am meisten gestritten wurde, ist mittlerweile nahezu abgeschlossen. Nördlich der Studentensiedlung Holzhausen – in bester Lage im Grünen mit Blick auf den Sund – kann jetzt mit dem Hausbau begonnen werden. Die Leitungen liegen in der Erde, die neue Straße ist fertig, und auch die Schilder stehen bereits:

Wilhelm-Brücke-Ring (siehe Infokasten). 1,35 Millionen Euro sind dafür investiert worden.

Von den 27 Grundstücken sind noch 13 zu haben. Nötig ist allerdings ein gut gefüllter Geldbeutel: 200 Euro pro Quadratmeter kosten die Flächen mit Wasserblick. Etwas weniger exponiert gelegene Parzellen kosten immerhin noch 160 Euro pro Quadratmeter. Die bereits vergebenen Grundstücke wurden sogar für noch mehr Geld verkauft. In einem Bieterverfahren konnten sich Interessierte die Filetstücke sichern – diejenigen mit dem jeweils höchsten Angebot kamen zum Zug. „Unter den Käufern befinden sich viele bekannte Stralsunder Namen“, sagt Gerd Habedank, Geschäftsführer der Stralsunder Liegenschaftsentwicklungsgesellschaft. Die Hansestadt vermarktet die Grundstücke selbst. Die Erlöse sollen unter anderem in den Schulneubau und einen Radweg in Voigdehagen investiert werden.

Neben den Einfamilienhäusern wird es auch einige Wohnungen zur Miete an der Hochschulallee geben. Ein Investor plant vier große Objekte mit jeweils vier Geschossen und acht Wohnungen. Gerd Habedank geht davon aus, dass der Bauherr spätestens 2019 mit den Arbeiten beginnen wird. Alle anderen müssen spätestens drei Jahre nach Vertragsunterschrift mit dem Bau starten. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass mit den Grundstücken spekuliert wird.

An der Hochschulallee kehrt keine Ruhe ein

Die Buddelei auf dem Feld an der Hochschulallee wird voraussichtlich noch über viele Jahre weitergehen. Direkt hinter dem ersten Wohngebiet wird bereits ein zweites geplant. Ende des Jahres soll mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden. Hier entstehen 29 zweigeschossige Einzelhäuser mit maximal zwei Wohnungen und fünf zwei- bis dreigeschossige sogenannte Stadtvillen mit je sieben Wohnungen.

Der Namensgeber

Johann Wilhelm Brücke (* 4. März 1800 in Stralsund; † 1. April 1874 in Berlin) war ein deutscher Architektur- und Landschaftsmaler. Er war der fünfte von sieben Söhnen des Goldschmiedemeisters Johann Gottfried Brücke und seiner Ehefrau Anna Barbara. Er genoss großes Ansehen als Künstler. Seine Gemälde schmückten sogar die Wände des Berliner Stadtschlosses. Das Stralsund Museum besitzt heute vier Bilder.

Alexander Müller

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