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Stralsund Wo sich Ossi und Wessi auf dem Teller begegnen
Vorpommern Stralsund Wo sich Ossi und Wessi auf dem Teller begegnen
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00:01 01.12.2016
Geschäftsinhaberin Elvira Klein mit Philipp Bergk, der Koch im Restaurant „Stralsunder Jung“ ist. FOTO: MIRIAM WEBER

Wenn sich der Zander aus dem Bodden den Teller mit dem bayerischen Rahmkraut teilt, dann ist es Zeit für Philipp Bergk.

Der 37-Jährige ist Koch im Restaurant „Stralsunder Jung“ auf der Hafeninsel, am Querkanal 5. Geschäftsinhaberin Elvira Klein erklärt mit einem Lachen, dass sich der Name des Restaurants allerdings nicht auf die Herkunft Philipp Bergks bezieht, denn der kommt aus dem tiefsten Süden, aus Bayern. „Stralsunder Jung“ ist angelehnt an den Doppelkümmel, den es seit September in der Hansestadt gibt, und dessen Rezeptur von ihrem Mann Bernd Klein stammt. Gebrannt wird der Kümmel in der Brennerei von Klaus Derer in Elmenhorst. „Alles bleibt in der Region“, sagt Bernd Klein. Und so soll es auch in dem Restaurant sein, in dem der Kümmel logischerweise auch auf der Karte steht. Es soll ein gesunder Mix sein. „Auf der einen Seite arbeiten wir mit Produzenten und Fischern aus der Region zusammen, auf der anderen Seite lassen wir die Erfahrungen unseres Kochs mit einfließen“, erklärt Bernd Klein.

Und da hat Philipp Bergk einige gesammelt. „Ich wollte Koch werden, weil meine Mutter zu Hause nie ein vernünftiges Gericht hinbekommen hat“, sagt der gebürtige Münchner. „Wir waren oft in Restaurants und das Gastronomische hat mich verzaubert.“ Auch wenn er pragmatisch feststellt: „Kochen ist ein Handwerk und keine Kunst.“ Zu den Leidenschaften Bergks zählt das Kochen mit Fisch.

Nach seiner Lehre in München arbeitete er in verschiedenen Restaurants, unter anderem gemeinsam mit Stefan Marquardt und Frank Heppner. „Sie gehören sozusagen zu den Revolutionären am Herd, haben das Kochen salonfähig gemacht“, ist Philipp Bergk überzeugt.

Bevor er nach Stralsund kam, musste er erst einmal nachschauen, wo die Stadt überhaupt liegt. Doch mittlerweile lebt er gern am Sund, mag die Nähe zum Wasser und auch die Menschen. „Sie sind sehr direkt, das gefällt mir.“ Seine Vision: „Ich möchte gerne glückliche Restaurantbesucher haben“, sagt er. Und dafür legt er sich mächtig ins Zeug. „Ich freue mich, wenn ich die Menschen hier überraschen kann und sie auch mal den Mut haben, etwas Neues auszuprobieren.“ Dabei gehe es ihm aber gar nicht um abgehobene oder experimentelle Küche. „Wir sind eine gute Gastronomie mit interessanten Geschmäckern.“ Dazu zählt für Philipp Bergk und Bernd Klein übrigens auch, dass es den passenden Wein oder ein Bier aus der Insel-Brauerei zum Essen gibt.

Allerdings hat Philipp Bergk eine Kritik: „Als Neu-Stralsunder finde ich, dass die Hafeninsel etwas stiefmütterlich behandelt wird. Am Abend gibt es noch nicht einmal genügend Beleuchtung“, gibt er zu bedenken. Miriam Weber Infos: www.facebook.com/stralsunderjung/about

OZ

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