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Stralsund Zeit zum Lachen mit William Wolff
Vorpommern Stralsund Zeit zum Lachen mit William Wolff
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00:00 11.02.2017

Was für eine gelungene Überraschung! Eigentlich waren die Besucher des Grünen Kinos am Donnerstagabend in die Kulturkirche St. Jakobi gekommen, um den Dokumentarfilm „Ein Gentleman vor dem Herrn – Rabbi Wolff“ zu schauen. In Kooperation mit dem Filmklub „Blendwerk“ wurde dieser Streifen gezeigt. Doch die Krönung war, dass im Anschluss an den Film der Grünen-Politiker Jürgen Suhr die Hauptfigur des Films, den ehemaligen Landesrabbiner William Wolff, auf die Bühne holte. Ein unterhaltsames Duo.

Unterhaltsames Moderatorengespann: Rabbiner William Wolff (r.) und Grünen-Politiker Jürgen Suhr. Quelle: Foto: Miriam Weber

William Wolff ist nicht das, was man sich hinlänglich unter einem Rabbiner vorstellt. Das macht auch die Dokumentation deutlich, in der Regisseurin Britta Wauer den 1927 in Berlin Geborenen durch seinen Alltag als Rabbiner begleitet. 1933 aus Deutschland nach Amsterdam geflohen, ging die Familie sechs Jahre später nach London. Er wird Journalist und entscheidet sich erst mit 53 Jahren dafür, Rabbiner zu werden. Sein Weg führt ihn schließlich 2002 zurück nach Deutschland – als Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern. Doch seinen Wohnsitz hat er nach wie vor in dem Häuschen Little Paddock in der Nähe von London.

Auf die Frage, warum es in Stralsund keine jüdische Gemeinde mehr gebe, blickte Rabbi Wolff in die Vergangenheit: „Die deutschen Juden wurden in der Zeit des Zweiten Weltkriegs schlicht fast ausgerottet, auch in Stralsund.“

Das Journalistenherz schlägt noch immer in Rabbi Wolffs Brust, wie er auf eine Frage hin erklärte. „Ich schaue schon kritisch in die Zeitungen und auf die Arbeit der Kollegen.“ Auf die Bitte, zu sagen, woher er seine unbändige Lebenslust nehme, sagte William Wolff fast entschuldigend: „Ach, ich glaube, das sind einfach die Gene. Ich bin halt so.“

Eine Zuschauerin brachte die Stimmung des Abends auf den Punkt: „Ihr Humor und ihre Lebensfreude schwappen so weit über, dass ich davon etwas mit nach Hause nehme.“

Miriam Weber

OZ

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