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Stralsund Zum Tee ins Reich der Mitte
Vorpommern Stralsund Zum Tee ins Reich der Mitte
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11:22 13.03.2018
Meike Busacker vor der Universität in Anhui in China. Quelle: PRIVAT
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Stralsund

Zwei Wochen China: Für Meike Busacker ein kleines Abenteuer.

Meike Busacker ist Pharmazeutisch technische Assistentin. Für eine Fortbildung rund um die traditionelle chinesische Medizin durfte sie für zwei Wochen nach China fahren. Eine Abenteuerreise mit kleinen Hindernissen.

Die 26-jährige Pharmazeutisch technische Assistentin arbeitet in der Stralsunder Ratsapotheke. „Vor ein paar Jahren kam mein Chef, Peter Cramer, auf mich zu und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, mich intensiver mit der traditionellen chinesischen Medizin zu befassen.“ Für die junge Frau eine gute Chance, ihr Betätigungsfeld in der Apotheke zu erweitern.

Von Stralsund in das ganze Land

„Wir sind eine klassische Apotheke mit dem Schwerpunkt der Arzneimittelversorgung vor Ort“, erklärt Peter Cramer. Allerdings sei es wichtig, über den Tellerrand zu schauen, sich weiter zu entwickeln und dabei kreativ zu werden, nicht zu stagnieren. „Diesen Schritt sind wir gegangen und können dabei außerdem als kleines Unternehmen die von Stralsund angestrebte Partnerschaft mit der chinesischen Provinz Anhui leben.“

Für den Zweig, den die Apotheke weiter ausbauen wolle, sei es wichtig, weiterhin Kontakte zu knüpfen. Im Moment schicken Ärzte aus der ganzen Bundesrepublik, die sich mit der traditionellen chinesischen Medizin auskennen, Rezepte für ihre Patienten an die Ratsapotheke. „Wir stellen dann den Tee zusammen und verschicken ihn an die Patienten“, erklärt Meike Busacker.

Reise mit kleinen Hindernissen

Um weitere Erfahrungen zu sammeln, erhielt Meike Busacker die Chance, für zwei Wochen nach China zu reisen. „In Deutschland stehen etwa 300 Substanzen zur Verfügung, aus denen verschiedene Tees zusammengestellt werden“, erklärt sie. „Aber nur als Grundgerüst. Diese Substanzen können dann vielfach gemischt werden, je nachdem, welche Wirkung man erzielen möchte.“

Wie in China mit den vielen Substanzen umgegangen wird, davon konnte sich Meike Busacker selbst ein Bild machen. „Das war schon ein Abenteuer“, erinnert sie sich. „Am Anfang hatte ich nur einen Zettel mit chinesischen Schriftzeichen, auf dem mein Ziel stand. Und auch wenn die Chinesen unglaublich hilfsbereit und freundlich sind, ging das schon mal in die Hose“, sagt sie mit einem Lachen. „Beim ersten Mal bin ich zumindest nicht dorthin gekommen, wo ich eigentlich landen sollte.“

Sie bekam die Chance, sich in der Universität Anhui umzuschauen, mit Mitarbeitern von Firmen und Apotheken ins Gespräch zu kommen. „Ich habe jetzt ein anderes Verständnis für die Chinesen selbst und deren traditionelle Medizin“, sagt Meike Busacker abschließend.

Miriam Weber

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