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Stralsund Zurück zur Natur
Vorpommern Stralsund Zurück zur Natur
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00:00 12.09.2018
Bei Löbnitz verläuft die Barthe in Schlangenlinien. Hier wurde ein sogenannter Altarm angeschlossen, sodass der Fluss seinen natürlichen Verlauf zurückerhalten hat. Quelle: Fotos: Alexander Müller
Starkow

Mehr ursprüngliche Natur, weniger Hochwasser: mit diesen Zielen soll die Barthe massiv umgestaltet werden. Federführend für die Maßnahmen ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (Stalu). Dezernent Frank Blodow hat den Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt des Landkreises umfassend über das Projekt informiert. Man wolle dem menschengemachten Ausbau der Barthe wieder entgegenwirken. „Der natürliche Verlauf und die standorttypische Ufervegetation sollen wiederhergestellt werden“, sagte Frank Blodow. Fertig sein soll alles bis 2027. Das ist zumindest die Vorgabe der so genannten Wasserrahmenrichtlinie der EU. Die Gesamtkosten lassen sich laut Blodow noch nicht abschätzen. Doch allein der nächste Bauabschnitt kostet eine halbe Million Euro.

Die Barthe bekommt ihre Ursprünglichkeit zurück / Hochwasserschutz soll zudem verbessert werden

Die rund 35 Kilometer lange Barthe entspringt im Borgwallsee bei Stralsund, fließt dann westlich bis Altenhagen, von dort in nördliche Richtung bis zur Stadt Barth, wo sie in den Barther Bodden mündet. Wie viele andere Flüsse im Land ist sie zu DDR-Zeiten systematisch begradigt worden. Die Folgen: Es fehlt an gewässertypischen Lebensräumen, die für den Artenreichtum unabdingbar sind.

Außerdem kommt es entlang des Flusslaufs immer wieder zu Hochwassern, beispielsweise in den Jahren 2011 und 2014 in den Bereichen zwischen Velgast und Starkow. Auch im Frühjahr 2018 stieg der Pegel deutlich an.

Der nächste Bauabschnitt umfasst die Renaturierung zwischen Löbnitz und Wobbelkow. In diesem Jahr soll der Auftrag vergeben werden, sodass 2019 mit dem Bau begonnen werden kann. Hierfür rechnet das Stalu mit Kosten in Höhe von 500000 Euro. Der darauffolgende Bauabschnitt beinhaltet die Renaturierung zwischen Starkow und Redebas. Derzeit laufen Gespräche zwischen dem Stalu und den Grundstückseigentümern. Die Signale seien positiv, heißt es aus der Behörde.

Bereits umgesetzt wurde der so genannte Altarmanschluss bei Löbnitz. Dabei wurde ein früherer Arm der Barthe, der vom Flusslauf abgekoppelt war, wieder an das Gewässer angeschlossen. Durch den so entstandenen Schlenker hat die Barthe einen Teil ihrer natürlichen Eigendynamik zurückerhalten – das ist wichtig für viele Tiere und Pflanzen, deren Lebensraum die Barthe ist. Laut Stalu sind die Maßnahmen dringend notwendig: „Denn aktuell ist der ökologische Zustand der Barthe unbefriedigend bis schlecht“, sagte Frank Blodow.

Der vierte und vorerst letzte Bauabschnitt ist die Schaffung von so genannten Retentionsflächen . Das sind Bereiche, die bei Hochwasser kontrolliert überschwemmt werden können, um die Welle abzuschwächen. Eine große derartige Fläche ist direkt hinter dem Borgwallsee vorgesehen. Das Stalu hat verschiedene Hochwasserszenarien durchrechnen lassen. Entstehen die Retentionsflächen wie geplant, würde so das Risiko für unkontrollierte Überschwemmungen deutlich minimiert werden. „Es würde zwar weiter Hochwasserereignisse geben, aber nicht mehr in dem Umfang wie bisher“, sagte Frank Blodow.

Alexander Müller

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