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Stralsund Zwei Lohmer wollen in der IHK-Versammlung mitreden
Vorpommern Stralsund Zwei Lohmer wollen in der IHK-Versammlung mitreden
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00:00 12.10.2016

Sie streiten um die Zukunft ihres Heimatortes und nunmehr auch um einen Sitz in der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Rostock: die beiden Lohmer Jörg Burwitz und Mathias Ogilvie. Erstgenannter kämpft in der Bürgerinitiative „Lohme bewahren“ gegen den Bau einer großen Ferienhaussiedlung auf dem ehemaligen Telekom-Gelände oberhalb des Ortes, Zweitgenannter ist deren Hauptverfechter und zudem der aktuelle Bürgermeister. Jörg Burwitz war sein Vorgänger.

Deren Kampf um einen Platz in der Vollversammlung währt noch etwa drei Wochen. Bis zum 1. November wählen die etwa 36000 Unternehmen des IHK-Bezirks Rostock ihre Vertreterinnen und Vertreter in der Vollversammlung für die kommenden fünf Jahre. Hauptgeschäftsführer Jens Rademacher appelliert an die Mitgliedsunternehmen, sich rege an der Briefwahl zu beteiligen. Die Wahlen finden innerhalb der acht Berufsgruppen Industrie, Handel, Verkehr und Nachrichten, Gastgewerbe, Finanzinstitute, Vermittler-Gewerbe, Beratung und Werbung sowie sonstige Dienstleistungen statt.

Von den 69 ehrenamtlichen Mitgliedern werden 45 aus dem Landkreis Rostock und 16 aus Vorpommern-Rügen entsendet. Um die Plätze für Vorpommern-Rügen bewerben sich 31 Kandidaten, von denen acht aus Stralsund, sieben aus Nordvorpommern und 16 von der Insel Rügen kommen – mehr als aus beiden Festland-Teilen zusammen. Mit Susanna Masson-Wawer aus Wendorf, Kristin Teschner aus Wiek auf dem Darß

sowie Margret Hoenig aus Lohme sind nur drei Frauen darunter, was einem Anteil von gerade einmal zehn Prozent entspricht. Nicht wieder kandidieren wird neben anderen Jürgen Nordmann von der Stralsunder Brauerei.

Die Kandidaten vertreten Einzelunternehmen mit einem Jahresumsatz von 250000 Euro bis hin zum Autohaus Eggert mit einem Jahresumsatz von 54 Millionen Euro, 204 Mitarbeitern und 21 Auszubildenden. Die meisten Bewerber geben an, Mittelstand und Infrastruktur fördern sowie Bürokratie und Steuern abbauen zu wollen. Einige möchten die eigene Branche fördern.

So kündigt Taxiunternehmer Alexander Schernell aus Sagard an, „das Taxi- und Mietwagengewerbe stärker einzubringen“ und Jörg Haamann, Geschäftsführer der Foto Rüting GmbH in Barth kandidiert, „weil ich der Meinung bin, dass in der Vollversammlung Vertreter von Kleinst- und Kleinunternehmen vertreten sein müssen“.

Andere, wie Holger Behrndt, der einen Service für Bürodienstleistungen in Rambin betreibt, nehmen für sich in Anspruch, über den Tellerrand hinauszublicken. So mahnt Behrndt die „konsequente Nutzung der Chancen bei der Digitalisierung, regionale Auftragsvergabe und Verbesserungen im Bildungssektor“ an. Der Stralsunder Unternehmensberater Volker Alberding schlägt vor, „die Zwangsbeiträge an die IHK zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen und weniger zur Eigenverwaltung und Bürokratisierung der IHK zu verwenden“.

Die beiden Lohmer Burwitz und Ogilvie kandidieren im Gastgewerbe. Neben denen treten in diesem Bereich auch der Hotelier Ralf Schlüter aus Baabe und Wolfgang Möser vom Hotel Binz-Therme an. Der sagt:

„Es ist mein Wunsch, den Tourismus so zu beeinflussen und mitzugestalten, dass auch unsere Kinder noch die Ursprünglichkeit unserer schönen Ostseeküste erleben können.“

• www.rostock.ihk24.de.

Uwe Driest

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