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Behindertenheim-Ruine wird abgerissen

Behindertenheim-Ruine wird abgerissen

Gemeinde Velgast kann sich über 100-prozentige Landes-Förderung freuen

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Die Abrissarbeiten am ehemaligen Velgaster Schwerstbehindertenheim haben begonnen, erste Gebäudeteile sind schon weg, so dass man einen freien Blick hat auf die Neubaustraße.

Quelle: Fotos: Susanne Senneke/ines Sommer

Velgast. Darauf hat die Gemeinde Velgast seit Jahren gewartet: Der Abriss des ehemaligen Schwerstbehindertenheimes kann über die Bühne gehen. Damit verschwindet die Ruine aus dem Ortsbild. 227000 Euro kostet das Ganze. Das Landesministerium für Landwirtschaft und Umwelt übernimmt die kompletten Kosten, und zwar aus einem speziellen Rückbauprogramm. Schon 2012 hatte Velgast einen Antrag gestellt, aber erst jetzt wurde die Finanzspritze bestätigt. Die Arbeiten übernimmt die Firma Döring aus Zingst. Planungsbüro ist die Architekten- und Ingenieurunion aus Stralsund.

OZ-Bild

Gemeinde Velgast kann sich über 100-prozentige Landes-Förderung freuen

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Seit 1998 steht das Behindertenheimin der Ernst-Thälmann-Straße leer, denn das DRK hatte mit dem „Sonnenhof“ im Velgaster Buchenweg eine neue Einrichtung gebaut. Es gab viele Ideen, das alte Haus nach einer Sanierung zu nutzen. Da war mal vom altersgerechten Wohnen, aber auch von einem Hospiz die Rede. Durchgesetzt hat sich kein Projekt, weil man für eine neue Nutzung ein komplettes Baugenehmigungsverfahren gebraucht hätte – und den Aufwand samt Kosten wollte keiner betreiben.

Gebaut wurde das Haus übrigens in den 50er-Jahren – als Auffanglager für Flüchtlinge, und zwar jene, die aus dem Westteil Deutschlands in den Osten kommen wollten. „Das waren nicht so viele“, sagt Bürgermeister Christian Griwahn mit einem Grinsen. Deshalb habe sich das Ganze nicht so richtig gelohnt, später sei dann die Pflegeeinrichtung für Schwerstbehinderte dort eingezogen. Viele Ältere werden sich sicher auch noch an die negativen Schlagzeilen erinnern, für die der damalige Zustand der Pflegeeinrichtung zu Wende-Zeiten sorgte.

Und was passiert mit der frei werdenden Fläche, nachdem die Abrissbagger ihre Arbeit getan haben? „Zunächst ist es dann mal grüne Wiese. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde ist das Areal für Gemeinbedarf ausgewiesen. Das muss ja nicht so bleiben. Über die künftige Nutzung muss sich die Gemeindevertretung erst einmal grundlegende Gedanken machen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir hier unseren Gemeindearbeitern ein Zuhause geben“, so Christian Griwahn auf die OZ-Anfrage. Aber auch Grünanlage oder Wohnbebauung könnten Ideen sein, wie der Bürgermeister ist seiner Festrede zum 775.

Geburtstag erst kürzlich erklärte.

Zu dem etwa ein Hektar großen Gelände in Velgast gehört auch ein Heizhaus. Dieser Gebäudeteil bleibt stehen, weil er für die Beheizung der Wohnungen im Ort gebraucht wird. „Da wir quasi rundherum etwas abreißen, müssen wir das Heizhaus dann entsprechend absichern. Diese Arbeiten muss die Kommune selbst bezahlen“, sagt Silke Kemsies vom Bauamt in Franzburg. Geschätzte Kosten: 50000

Euro. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein.

Haus ist über 60 Jahre alt

Ín den 1950er-Jahren wurde das Haus als Unterkunft für Flüchtlinge aus dem Westen gebaut.

1998 verließ das DRK das Haus und baute im Velgaster Buchenweg eine neue Pflegeeinrichtung, das Haus Sonnenhof.

227000 Euro kostet der Abriss, den das Land auf dem ein Hektar großen Gelände bezahlt. 50000 Euro gibt die Gemeinde Velgast für die Sicherung des dazugehörigen Heizhauses dazu.

Ines Sommer

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