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Berufliche Schule kämpft um Fachoberschul-Klasse

Berufliche Schule kämpft um Fachoberschul-Klasse

Land setzte Ausbildung in Vorpommern-Rügen aus – fatales Zeichen für junge Leute, die nach der Lehre studieren wollen

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Die Ausbildung der Fachoberschul-Klasse findet in Stralsund in der Lübecker Allee statt. Das Land hat der Beruflichen Schule Vorpommern-Rügen für das laufende Schuljahr aber eine Zwangspause auferlegt.

Quelle: Foto: Alexander Müller

Stralsund. Mit Vorpommern-Rügen steht das größte Regionale Berufliche Bildungszentrum des Landes in diesem Schuljahr ohne Fachoberschule da. Die Klasse, die in Stralsund dem Fachgymnasium in der Lübecker Allee angegliedert ist, wurde vom Land gestrichen. Oder wie es das Bildungsministerium formuliert: für ein Jahr ausgesetzt (die OZ berichtete).

OZ-Bild

Land setzte Ausbildung in Vorpommern-Rügen aus – fatales Zeichen für junge Leute, die nach der Lehre studieren wollen

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Das Land begründete den radikalen Schritt im Sommer 2017 damit, dass es für die Fachoberschul-Klasse in Stralsund nicht genügend Anmeldungen gegeben habe. Es hätten sich nur neun Schüler beworben, begründete Henning Lipski, Pressesprecher des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf OZ-Anfrage den Wegfall der Klasse. Diese Entscheidung folge dem Trend, dass die Bewerberzahlen seit Jahren zurückgingen, weil den Schulabgängern genügend andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen würden, so das Ministerium.

Ute Bartel von der Stralsunder SPD protestierte: „Der Schule lagen zum 28. Februar für die Fachoberschule Sozialpädagogik 16 und für die Wirtschaftsklasse 18 Bewerbungen vor. Die Schule beantragte eine Mischklasse, um eine volle Klassenstärke zu erreichen.“ Hinzu kamen sechs junge Leute, die aus der vorherigen Klasse wiederholen wollten. Die Kreistagsabgeordnete, seit vielen Jahren auch Lehrerin in der Beruflichen Schule, geht immer noch davon aus, dass die Ausbildung gestrichen wurde, weil sie zu teuer ist.

Genutzt wird die Fachoberschule von Azubis, die ihre Lehre beendet haben und später an einer Fachhochschule studieren wollten. Aber auch junge Leute, die schon gearbeitet haben, werden in diesem einjährigen Bildungsgang zum so genannten Fachabitur geführt und besitzen nach erfolgreichem Abschluss die Fachhochschul-Reife, können dort studieren.

Nachdem Schwerin für 2017/18 Tatsachen geschaffen hat, bleibt dem Regionalen Bildungszentrum in Vorpommern nichts weiter übrig, als auf das kommende Schuljahr zu hoffen. „Es kann nicht sein, dass im größten Bildungszentrum des Landes Mecklenburg-Vorpommern – wir haben über 3200 Schüler – keine Möglichkeit mehr besteht, sich mit dem Fachabitur auf ein Fachhochschul-Studium vorzubereiten.

Schließlich haben wir so eine Hochschule in Stralsund direkt vor der Tür“, findet Ute Bartel. Sie sieht das Ganze als Entscheidung gegen das strukturschwache Vorpommern. Weite Wege sind die Folge.

Das soll sich im nächsten Schuljahr unbedingt ändern. „Es hieß ja aus Schwerin, die Entscheidung sei nicht für immer, sondern nur für ein Schuljahr. Deshalb rühren wir jetzt kräftig die Werbetrommel.

Wir brauchen mindestens 24 Bewerbungen für die Fachoberschule“, erklärt Ute Bartel und hofft, dass sich viele junge Leute von Sassnitz bis Semlow, von Stralsund bis Steinhagen oder Süderholz für das Fachabitur entscheiden. „Ich habe gern in der Fachoberschul- Klasse gearbeitet. Denn da sitzen junge Menschen, die schon im Arbeitsprozess standen und wissen, was sie wollen. Dieses Potenzial darf uns nicht verloren gehen“, zeigt sich die 64-Jährige entschlossen.

Morgen Info-Veranstaltung über Ausbildungsgang in Stralsund

Am 16. November findet in Stralsund, im Schulhaus in der Lübecker Allee 4, um 16.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Bildungsgang Fachoberschule statt.

An der Fachoberschule des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums des Landkreises Vorpommern-Rügen in Stralsund besteht in einem einjährigen Vollzeitbildungsgang die Möglichkeit die Fachhochschulreife zu erwerben.

Voraussetzung für den Besuch der Fachoberschule ist neben der Mittleren Reife oder die Versetzung in die gymnasiale Oberstufe eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung.

Entsprechend den beruflichen Zielen oder persönlichen Interessen besteht die Wahlmöglichkeit zwischen den Fachrichtungen Wirtschaft und Sozialpädagogik.

Bewerbungen für das Schuljahr 2018/19 sind bitte bis zum 28. Februar 2018 an das Regionale Berufliche Bildungszentrum des Landkreises Vorpommern-Rügen, Lübecker Allee 4, in 18437 Stralsund, zu schicken.

Infos: www.rbb-vr.de und ☎ 03831 / 29 20 15.

Ines Sommer

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