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Damen-Quartett bringt Schwung in den Umsonstladen

Niepars Damen-Quartett bringt Schwung in den Umsonstladen

Jeden Dienstag hat das „andere Kaufhaus“ von 16 bis 18 Uhr geöffnet

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Margit Glaß, Thekla Dabel, Simone Beutler und Gundula Wolzien (v. l.) vom Umsonstladen. FOTO: SUSANNE RETZLAFF

Niepars. . Ein quirliges Kleeblatt trifft sich jeden Dienstagnachmittag im Parkweg 4 – dort, wo im Demokratie-leben-Haus auch der Umsonstladen untergebracht ist.

Margit Glaß und Thekla Dabel kommen aus Stralsund. Als sie Anfang des Jahres von den Plänen hörten, das etwas andere Kaufhaus in Niepars zu eröffnen, wurden sie bereits bei ihrem ersten Besuch „dienstverpflichtet“, wie sich sich mit einem Schmunzeln erinnern.

Nun betreuen sie gemeinsam mit Simone Beutler und Gundula Wolzien aus Niepars ehrenamtlich den Umsonstladen. „Wir haben eine sinnvolle Betätigung gesucht, und außerdem schnattern wir ganz gern. Das hier macht uns richtig Spaß“, sagt Margit Glaß. Den haben sie jeden Dienstag von 16 bis 18 Uhr, dann ist der Umsonstladen geöffnet. Zur selben Zeit werden auch Waren angenommen, kontrolliert und einsortiert.

Es sind Dinge, die jemand nicht mehr braucht, die aber zu schade für den Mülleimer sind. „Wir brauchen alles und nehmen alles, was brauchbar ist. Manchmal bringen uns die Leute auch Neuware“, lädt Simone Beutler zum Rundgang ein.

Den größten Raum nimmt natürlich die Damenoberbekleidung ein. Neben ganz normalen, praktischen Hosen, Blusen und Pullovern hängen dort auch die kuschelige Winterjacke, das Business-Kostüm oder das glitzernde Cocktailkleid, die passenden Pumps stehen im Regal. Richtig bunt sieht es in der Kinderabteilung aus. „Wir benötigen noch einige Regale“, hofft Thekla Dabel darauf, dass vielleicht auch die Nieparser Handwerker etwas Entsprechendes auf Lager haben.

Unter den Haushaltswaren finden sich Besteck und Bügeleisen, Geschirr, Porzellan und Glas, aber auch Bücher, CDs und andere Medien, also eigentlich fast alles, was man sich unter Medien vorstellen kann.

In der Herrenboutique ist noch etwas Platz, der für die Qualitätskontrolle genutzt wird – die einzige Kontrolle, die die Damen durchführen. Und sie betonen noch einmal die Maxime: Ob arm, ob reich – hier sind alle gleich. Das sei schließlich das Schöne, dass niemand ein „Armutszeugnis“ vorlegen muss.

Alles wird kostenlos abgegeben, nichts wird nachgezählt, Spenden sind erlaubt. Mit diesem „Prinzip Vertrauen“ hat das Kleeblatt gute Erfahrungen gemacht. „Die Kunden sind sehr ordentlich, gehen gut mit den Sachen um, manche bringen Dinge, die nicht passen, sogar zurück“, sagt Gundula Wolzien. Was sich das Quartett nun wünscht, ist, eine „Suche-Biete-Pinnwand“ für die Leute einzurichten.

Jeden Dienstag sind bis zu 35 interessierte Leute im Laden. Die Stammkundschaft reicht bis nach Richtenberg. Einige der Kunden bleiben beim Stöbern gern für sich und unbeobachtet, andere nutzen den Nachmittag einfach gern zum Klönen.

Das ist für die Damen übrigens das Stichwort. Denn wenn es etwas gibt, das sie sich noch wünschen, dann sind es noch mehr Besucher des Ladens. Vor allem im Sommer sei der Ort so viel mehr als nur eine Einkaufs- oder Tauschmöglichkeit. Dann könne man so schön im Hof sitzen und entspannt schnacken. Also – weit mehr als nur ein Laden, sondern ein Begegnungsort für alle.

Blümchencafé und Co.

Der Umsonstladen in Niepars im Parkweg 4 hat dienstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

Während der Weihnachtsferien nach dem 3. Advent ist der Laden allerdings geschlossen. Er öffnet erst am 10. Januar 2017 wieder seine Türen.

Der Bürgertreff „Blümchencafé“ im Amtsgebäude Niepars hat jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Seit Mai dieses Jahres lädt der Umsonstladen, der im Rahmen des Projektes „Demokratie leben“ entstanden ist, ein und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit.

Susanne Retzlaff

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