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Das „Schulchen“ feiert Geburtstag

Stralsund Das „Schulchen“ feiert Geburtstag

Seit zehn Jahren gibt es das Projekt Escuelita in der Hansestadt. Etwa 25 Kinder treffen sich, um gemeinsam zu frühstücken, zu lernen und zu spielen. „„Es ist schön, dass die Idee so stark war, dass sie die Jahre überdauert““, sagt Elisa Schmidt, die die Idee aus Argentinien mitgebracht hat.

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Escuelita verbindet: Für viele Jugendliche ist der Sonnabendvormittag in dem „Schulchen“ ein Fixtermin.

Quelle: Foto: Privat

Stralsund. Als Eric Geideck die 2. Klasse besuchte, hat er das erste Mal die Escuelita besucht, heute ist der 16-Jährige selbst Betreuer im „Schulchen“. „Es ist schön, dass die Idee so stark war, dass sie die Jahre überdauert“, sagte Elisa Schmidt, die vor einem Jahrzehnt die Idee von der Escuelita aus Argentinien mitbrachte. Dort hatte die heute 28-jährige Kinderärztin ein Austauschjahr verbracht.

OZ-Bild

Seit zehn Jahren gibt es das Projekt Escuelita in der Hansestadt. Etwa 25 Kinder treffen sich, um gemeinsam zu frühstücken, zu lernen und zu spielen. „„Es ist schön, dass die Idee so stark war, dass sie die Jahre überdauert““, sagt Elisa Schmidt, die die Idee aus Argentinien mitgebracht hat.

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Mit Unterstützung des Vereins Sturmvogel und ihrer Mutter Susanne, der Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie, nahm Elisa Escuelita in Angriff. Und das mit Erfolg: Nach wie vor öffnen sich jeden Sonnabendvormittag an der Ernst-von-Haselberg-Schule die Türen der Escuelita, was übersetzt so viel wie „Schulchen“ bedeutet. Dort treffen sich durchschnittlich 25 Kinder und Jugendliche, um gemeinsam zu frühstücken, zu lernen und zu spielen.

Dabei ist das Ziel, dass sich die Größeren auch um die Kleinen kümmern. Betreut werden die „Escues“, wie sie sich selbst nennen, unter anderem von Jana Schwanebeck und Maria Zocher-Ihde. „Wir bieten den Kindern, die vor allem aus Grünhufe und Knieper West kommen, eine feste Struktur“, erklärt Jana Schwanebeck, die im „normalen“ Alltag als Erzieherin arbeitet. „Zunächst wird gemeinsam Frühstück gemacht, dann kommt die Morgenrunde, in der wir unser gemeinsames Lied singen. Im Anschluss daran folgt das gemeinsame Frühstück und dann die Spiel- und Lernzeit. Und um 11 Uhr gehen wir dann raus, um Fußballs zu spielen oder zu skaten.“ Seit zweieinhalb Jahren ist Jana Schwanebeck sonnabends für die Kinder da. „Wenn gesehen hat, wie wichtig der Vormittag für die Kinder ist, dann kann man sich immer wieder neu motivieren“, erklärt sie. Maria Zocher-Ihde ergänzt: „Man hat das Gefühl, etwas Wichtiges zu tun, weil man Einfluss auf die Kinder nehmen kann und ihnen andere Optionen im Leben zeigen kann.“

Für Eric, der die Berufsschule besucht, gibt es einen einfachen Grund, ehrenamtlich bei der Escuelita dabei zu sein: „Man kann anderen Kindern die Freude geben, die man selbst als Kind in der Escuelita bekommen hat.“

Zur festen Größe gehören bei der Escuelita die regelmäßigen Sommercamps, die in jedem Jahr stattfinden. „Das ist in den letzten Jahren meine Kontaktstelle zur Escuelita gewesen“, sagt Elisa Schmidt, die heute in Halle lebt. In den vergangenen Jahren war es vor allem ihre Mutter Susanne, die die Fäden in der Hand hielt. Doch bei der kleinen Feier im Rathaus bedankte sich Susanne Schmidt immer wieder bei den vielen Helfern, ohne die die Escuelita nicht funktionieren würde. „Unser Motto ist: Alles für den Glücksmoment.“ Dass diese Glücksmomente für die Kindern noch möglichst lange geschaffen werden können, das hofft auch Elisa Schmidt. „Es wäre schön, wenn das Projekt in seiner jetzigen Form noch lange Bestand hat.“

Morgen feiern die „Escues“ den Geburtstag ihres Schulchens ganz persönlich und vor allem – kindgerecht.

Wer bei Escuelita helfen oder den Verein Sturmvogel unterstützen möchte, kann eine Mail an info@sturmvogel-stralsund.de senden oder Kontakt über Facebook aufnehmen.

Miriam Weber

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