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Das einstige „Arbeitstier“ der Nation erlebt Aufschwung: Barkas läuft wieder

Bisdorf Das einstige „Arbeitstier“ der Nation erlebt Aufschwung: Barkas läuft wieder

Anhänger des DDR-Autos haben auch in unserer Region eine Fangemeinde gegründet, die sich gern zu verschiedenen Fahrzeugtreffen auf den Weg macht

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Das ist die Barkas-Fangarde aus Vorpommern-Rügen.

Quelle: Ingolf Dinse

Bisdorf. Vor einigen Jahren wurde die Barkas-Szene noch belächelt. Zu DDR-Zeiten war der Barkas das Arbeitstier der Nation. Er verrichtete immer und überall seine Arbeit und wurde nicht geschont. Nach der Wende wurde es ruhig um den Barkas. Bis er dann wiederentdeckt wurde. Nun kommen immer mehr von diesen tollen Autos auf die Straße – in allen Varianten.

Hier im Norden hat sich eine kleine Fangemeinde gebildet. Rund um das Zweirad- und Behördenmuseum Sievertshagen bei Grimmen gibt es bereits eine große Anzahl von Barkas, die liebevoll restauriert oder einfach wieder auf die Straße gebracht wurden und im Stadt- oder Dorfbild zu sehen sind. Zu den Fans zählen Leute aus Sievertshagen, Grimmen, Tribsees, Kneese, Bisdorf, Kedingshagen, Stralsund, Lüssow, Hohendorf, aber auch aus Kuhbier (Brandenburg) und Heichelheim (Thüringen). Insgesamt über 30 Barkas fahren mittlerweile in der Region.

„Auf verschiedenen Fahrzeug- und Oldtimertreffen sind wir vertreten. In diesem Jahr waren wir schon in Obermützkow, Gnoin, Malchin oder Pütnitz. Einer der Höhepunkte ist das Treffen in Frankenberg.

Wurden früher doch in Hainichen, Frankenberg und Karl-Marx-Stadt die Barkas gebaut. Für uns sind diese Treffen Pflichtveranstaltung, denn es geht zu den Wurzeln“, sagt Edelfan Ingolf Dinse aus Bisdorf.

Traditionell findet jedes Jahr im Juli das Barkastreffen in Frankenberg (Sachsen) statt. In diesem Jahr bereits zum neunten Mal. Die über 500 Kilometer nach Frankenberg meistern die Fahrzeuge problemlos. Sie sind top in Schuss, denn früher mussten sie auch in der gesamten DDR die meisten Transportaufgaben erfüllen. „Unsere Fangemeinde war in diesem Jahr mit sieben Fahrzeugen vertreten“, so der Bisdorfer Ingolf Dinse nicht ohne Stolz. 2016 boten die Veranstalter ihren Auto-Fans etwas Besonderes. Mit Barkas-Bussen wurden die drei ehemaligen Produktionsstandorte besucht.

Unter fachkundiger Führung gab es selbst für Barkaskenner Neues. Jürgen Rehm, letzter Entwicklungsleiter bei Barkas, konnte einiges erzählen und aus dem Nähkästchen plaudern.

Nach einer großen Ausfahrt mit über 50 Fahrzeugen durch die Stadt Frankenberg und abend- lichen Benzingesprächen klang das Treffen aus. Nun freuen sich die Fans noch auf die Trips nach Magdeburg, Leipzig und Schwerin.

55 Jahre auf dem Markt – und immer noch gefragt

Barkas B 1000 war ein Kleintransporter, der von 1961 bis 1990 im VEB Barkas-Werke Karl-Marx-Stadt hergestellt wurde.

Der Eintonner mit Zweitaktmotor war im Fertigungsprogramm der DDR oberhalb des Multicar und unterhalb des Robur LO angesiedelt. Ab 1989 wurde er als B 1000-1 mit Viertaktmotor nach VW-Lizenz produziert.

1000 registrierte Mitglieder umfasst die „Barkas-Community“ mittlerweile. Technik, Treffen, Tipps & Tricks gibt es hier zu lesen.

Der VEB Barkas-Werke Karl-Marx-

Stadt war ein 1958 gegründetes Fahrzeug- und Motorenwerk der IFA im heutigen Chemnitz.

lf

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