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Entdeckungsreise zur Reformation

Franzburg Entdeckungsreise zur Reformation

Nordkirche hat eine Route protestantischer Kirchenraumgestaltung erarbeitet

Franzburg. Zu einer kultur- und geistesgeschichtlichen Entdeckungsreise laden die evangelische Bischöfe in MV gemeinsam mit Kirchgemeinden ein. Die Broschüre „Wege protestantischer Kirchenraumgestaltung“ führt die Besucher auf besondere Weise durch das Land. 18 der rund 1100 Gotteshäuser unseres Landes wurden dafür ausgewählt. In jeder dieser Kirchen gibt es ab Pfingsten ein besonderes Angebot.

Reformation in Pommern

1534bekannten sich die Pommern auf dem Landtag zu Treptow an der Rega in Hinterpommern zur Reformation und beschlossen die lutherische Kirchenordnung. Die Mecklenburger folgten 1549.

Stralsund hatte sich schon 1524 der Reformation angeschlossen, in Greifswald wurde 1531 die letzte katholische Messe gelesen.

Aus Vorpommern sind die Stadtkirche von Franzburg, die Greifswalder Marienkirche und die Dorfkirchen von Gnevkow, Lindenberg (Mecklenburgische Seenplatte) sowie Glewitz und Nehringen dabei (Vorpommern-Rügen). „Die Route ist auch für Radtouristen geeignet“, betont Sebastian Kühl, Sprecher des pommerschen Kirchenkreises. „Unser Projekt fand auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin großes Interesse.“

Wie der Kunsthistoriker Arvid Hansmann schreibt, traf die Reformation auf eine prosperierende Landschaft sakraler Bauten mit Kirchen, Kapellen und Klöstern. In der Regel wurden diese Gebäude übernommen und umgestaltet. Es gab aber auch komplette Neubauten wie Deyelsdorf bei Tribsees, das leider nicht Teil dieser Entdeckungsreise ist. Wie Hansmann schreibt kam es bei der Umgestaltung für lutherische Gottesdienste nicht zu einer „Bilderstürmerei“ wie in anderen deutschen Ländern. Das Wort, die Predigt, stand nunmehr im Mittelpunkt der Zusammenkünfte der evangelischen Christen. Neue Kanzeln und Altaraufbauten wurden gestiftet. Um und nach 1600 hätten vor allem niederländische Künstler und Handwerker für eine „nordische Renaissance“ gesorgt.

Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) wurde der Kanzelaltar modern, der Predigt und Abendmahlsfeier in besonderer Weise verbindet.

An der St. Andreaskirche in Nehringen finden die Autoren den Umbau im 18. Jahrhundert bemerkenswert, veranlasst durch den schwedisch-pommerschen Generalgouverneur Johann August von Meyerfeld (1664 bis 1749). Glewitz zeichnet sich durch ein „charakteristisches Bild der gewachsenen nachreformatorischen Nutzung eines mittelalterlichen Baus infolge der neuen liturgischen Anforderungen“ aus.

Dazu gehören Kanzel, Südempore und festes Gestühl. Die ehemalige Kloster- und Schlosskirche in Franzburg orientiert sich an der Stettiner Schlosskirche. Auftraggeber war Pommernherzog Bogislaw XIII.

 

Von Eckhard Oberdörfer

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