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Es reicht: Schmedshagen sagt Raserei Kampf an

Schmedshagen Es reicht: Schmedshagen sagt Raserei Kampf an

Einwohner wollen am 1. Mai mit Laufrädern, Puppenwagen, Rollern und Fahrrädern am Straßenrand protestieren

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Auf der Kreisstraße 11 wird in der Ortsdurchfahrt Schmedshagen besonders schnell gefahren, ärgern sich die Anwohner.

Quelle: Foto: Ines Sommer

Schmedshagen. Die Anwohner der Stralsunder Straße in Schmedshagen haben die Nase gestrichen voll von der Rücksichtslosigkeit der Autofahrer. „Ob Leute aus der Gemeinde, Touristen oder Pendler – die Meisten brettern hier sehr schnell durch. Ich möchte mal behaupten, dass einige mit 100 km/h durch die Ortschaft rauschen. Bei erlaubten 50 wohlgemerkt. Manche haben sogar Kinder im Auto, nehmen aber auf unsere Kinder am Straßenrand keine Rücksicht“, schimpft Anke Ehrecke. Sie wohnt seit 30 Jahren an der Hauptstraße von Schmedshagen, der Kreisstraße 11. Und sie will dem bösen Treiben nicht länger tatenlos zuschauen – genau wie ihre Nachbarn. Und deshalb startet am 1. Mai eine Protestaktion.

OZ-Bild

Einwohner wollen am 1. Mai mit Laufrädern, Puppenwagen, Rollern und Fahrrädern am Straßenrand protestieren

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Geplant ist das so: Die Schmedshäger holen Fahrräder, Roller, Puppenwagen, Laufräder und Co. aus Carport oder Keller und stellen die Sachen am Montag an den Straßenrand. Ganz zwanglos, also ohne feste Uhrzeit. „Es ist also eher ein stiller Protest. Aber wir wollen die Autofahrer damit zwingen, langsam zu fahren. Sie sollen ruhig einen Schreck kriegen, damit sie endlich in der Ortschaft auf die Bremse treten“, erklärt Anke Ehrecke. Die Ur-Schmedshägerin hofft, dass viele Anwohner der Hauptstraße oder auch andere Schmedshäger bei der Aktion am 1. Mai mitmachen. „Es ist an der Zeit, dass wir mal ein Zeichen setzen. Alles andere fruchtet ja nicht“, sagt die 49-Jährige und spielt damit auf etliche Versuche der Gemeindevertretung an. „Seit Jahren kämpfen wir um eine 30er-Zone in Schmedshagen. Aber bisher erfolglos. Gerade jetzt hat uns die Verkehrsbehörde im Landkreis wieder eine Ablehnung erteilt. Die gesetzlichen Vorgaben seien nicht erfüllt, heißt es da. Man erklärte uns auch, dass man Verkehrszählung und Lärmmessung gemacht habe, die Werte aber keine Grenze überschreiten. Das will ich tagsüber gern glauben. Aber eben nicht morgens um 7 Uhr, wenn die Kinder los müssen. Wir kommen also an dieser Stelle nicht weiter. Deshalb finde ich die Aktion gut“, sagt Bürgermeister Christian Ruback (parteilos) und betont, dass die gesamte Gemeindevertretung hinter diesem Protest steht.

Schon seit Jahren ärgern sich die Anwohner über die Begleiterscheinungen des Straßenverkehrs. So hatte 2013 der unterschiedliche Straßenbelag mit Asphalt und Pflaster einst für Proteste der Einwohner gesorgt (die OZ berichtete). Die Ausweichstellen an der Kreisstraße 11 wurden nach der Sanierung mit Pflaster hergerichtet, zudem bekam die Hauptstraße groben Asphalt. Was als Verkehrsberuhigung gedacht war, ging für die Anwohner lärmtechnisch nach hinten los. Die Schmedshäger hielten den Krach nicht mehr aus und starteten eine Unterschriftenaktion. Das Bauamt des Kreises blieb damals hart, schaffte lediglich ein paar Inseln, damit die Ausweichstellen nicht komplett befahren werden können.

Ines Sommer

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