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Feierabend zwischen bunten Beeten

Wolfsdorf Feierabend zwischen bunten Beeten

Michael und Ines Dering betreiben Micha’s Kräutergarten nur noch privat – haben aber dennoch viel zu tun

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Michael Dering liebt seinen Garten. Viele Besucher sind begeistert.

Quelle: Fotos: Wenke Büssow-Krämer

Wolfsdorf. Der Herbst hat auch in Micha’s Kräutergarten in Wolfsdorf Einzug gehalten. Die Zeit ist reif, neben Kräutern, Wurzeln und Gemüse nun auch Weintrauben und Kürbisse zu ernten. Dabei konnten Michael und Ines Dering etwas entspannter an die anfallenden Arbeiten gehen. Seit diesem Jahr ist das alles nur noch Privatvergnügen.

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Michael und Ines Dering betreiben Micha’s Kräutergarten nur noch privat – haben aber dennoch viel zu tun

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Und wieder ist ein Gewerbe an Bürokratie gestorben.“ Michael Dering (51), Hobbygärtner

Viele positive Rückmeldungen gaben vor zwei Jahren den Antrieb, ihren Garten öfter für Besucher zu öffnen. Bis dahin pflegte Michael Dering seine selbst gebauten Hochbeete zum eigenen Vergnügen. Als das Ehepaar es wagte, sich erstmals am Tag der offenen Gärten zu beteiligen, stießen sie auf reges Interesse.

So folgte die Idee, künftig an den Wochenenden für Besucher zu öffnen und zusätzlich in Kräuter-Workshops das angesammelte Wissen weiterzugeben. Brotaufstriche, Kräuteröle, Tee-Mischungen, Badezusätze und viele weitere Rezepte aus dem Küchen- und Gesundheitsbereich wurden vor allem für Ines Dering zur Leidenschaft und fanden einen wachsenden Liebhaberkreis. „Die Gäste hatten jedoch auch den Wunsch, sich während der Besichtigung auf Kaffee und Kuchen niederzulassen“, berichtet der 51-Jährige. So wurde ein Gewerbe angemeldet und eine alte Scheune zum Café umgebaut, das im Probebetrieb lief. „Gartenarbeit, Café und Vorbereitungen für die Workshops – das alles haben wir neben unseren regulären Jobs geschafft“, erklärt Dering, der als Gemeindearbeiter tätig ist.

Doch damit ist nun Schluss, da die eigens hergerichteten Räumlichkeiten nicht den behördlichen Anforderungen entsprechen. „Und wieder ist ein Gewerbe an Bürokratie gestorben“, bedauert Michael Dering. Den Spaß an ihrem Garten lässt sich das Paar dadurch aber nicht verderben.

Und mit dem abgelaufenen Gartenjahr sind die Wolfsdorfer mehr als zufrieden. „Aufgrund des Sommers haben wir in diesem Jahr eine besonders süße Weintraubenernte“, schwärmt Michael Dering. „Und wir sind nach der anhaltenden Trockenheit immer noch regelmäßig am Wässern, um die Pflanzen übers Jahr zu bringen.“

Die neu gewonnene Freizeit hat der 51-Jährige dazu genutzt, weitere Ideen umzusetzen. Entstanden ist so in diesem Jahr ein Erdbeerhochbeet mit integrierter Bewässerung der Wurzeln oder auch ein Hochbeet, in dem sich Platz für ein Igelnest verbirgt. Inzwischen haben aber auch weitere, ebenfalls selbst gebaute Bienenhäuschen den Weg in den Garten gefunden, wo zurzeit 15 Bienenvölker zu Hause sind.

„Auch wenn wir keine wöchentlichen Workshops mehr anbieten, treffen wir uns stattdessen einmal im Monat zum Austausch mit befreundeten, ehemaligen Stammgästen“, sagt Ines Dering. Beim letzten Treff kamen so jahreszeitlich abgestimmt die unterschiedlichsten Suppen auf den Tisch. „Nun genießen wir vor allem selber unseren Garten. Dabei haben wir die Besucher, die anfangs noch vor der Tür standen, natürlich auch noch schauen lassen“, erzählt die 49-Jährige.

Am Tag der offenen Gärten werden sich die Wolfsdorfer weiterhin beteiligen. 800 Leute kamen im Juni in Derings Garten. Auf regionale Pflanzen, die sich selbst aussäen, können sich die Gäste dann ebenso freuen wie auf den Honig. So auch beim Herbstfest, zu dem vor wenigen Wochen mehr als 400 Besucher kamen und das ebenfalls weiterhin Bestand haben soll.

Wenke Büssow Krämer

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