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Ferienidylle mitten im Grünen

Ferienidylle mitten im Grünen

Der Hof Buschen- hagen bietet viel Platz zum Spielen und Toben. Auch Feldhasen, Rebhühner, Kühe und Pferde fühlen sich pudelwohl.

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Andrea Gollan und ihr Hof Buschenhagen sind von der Succow-Stiftung als Ort der biologischen Vielfalt ausgezeichnet worden. Dafür steht die Glocke.

Buschenhagen. Wer durch Buschenhagen fährt, lässt den Blick unweigerlich auf eine riesige ausgebaute Scheune schweifen. Davor leuchtet ein Teich in der Herbstsonne – und lockt auf den Hof Buschenhagen. Der lädt am 7. Oktober zum Feiern ein. Mit gutem Grund: Die Michael-Succow-Stiftung hat das Areal zum Ort der biologischen Vielfalt gekrönt. Platz 1 vor dem Freilichtmuseum Klockenhagen.

OZ-Bild

Der Hof Buschen- hagen bietet viel Platz zum Spielen und Toben. Auch Feldhasen, Rebhühner, Kühe und Pferde fühlen sich pudelwohl.

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Der Hof Buschenhagen wird besonders von Andrea Gollan geprägt. Die Schleswig-Holsteinerin hat es vor 21 Jahren wegen der Liebe nach Vorpommern verschlagen. Doch längst ist sie hier wie ihr Partner Klaus Steindorff zu Hause. Ihre zwei Kinder sind hier geboren – und mittlerweile erwachsen geworden. Ja, Andrea Gollan sieht sich als Naturschützerin. Sie möchte Tieren und Pflanzen einen Lebensraum geben und den auch langfristig schützen. „Andererseits geht es darum, den Menschen ein Bewusstsein für die Natur, für die Erde zu vermitteln. Schaden, den wir der Natur zufügen, ist auch Schaden an uns selbst“, sagt die Neu-Buschenhägerin und zeigt aus den riesigen Fenstern der Küche – einst Milchkannen-Waschküche – auf die Weite der Wiesen.

Zehn Hektar groß ist das Gelände. 7,5 Hektar werden als Grünland extensiv genutzt. „Seit vier Jahren können wir auf den beweideten Flächen Wiesen-Champignons ernten“, berichtet Andrea Gollan nicht ohne Stolz. Fünf Rinder und drei Pferde beleben den Hof ebenso wie ein Storchennest, Fledermäuse, Mehlschwalben. Mit etwas Glück kann man auch Rebhühner und Feldhasen beobachten. Im 1500

Quadratmeter großen Teich, der 1998 saniert wurde, tummeln sich Frösche, Fischotter und Zwergtaucher, auch ein blaufüßiges Teichhuhn wurde schon erspäht.

Längst ist auch der vor 17 Jahren angepflanzte Baum- und Heckengürtel mit Schlehe, Weiß- und Rotdorn, Hasel, Eberesche, Pfaffenhut, Eiche, Buche und Walnuss in die Höhe geschossen. „Alles haben wir selbst und ohne irgendwelche Fördermittel gepflanzt. Das sind jetzt bestimmt schon 1000 Bäume und Sträucher“, sagt die Chefin des Hauses und verrät: „Ich hab quasi eine kleine Baumschule, habe viele Setzlinge selbst gezogen.“ Auch ein Bauerngarten mit Kräutern, Stauden und Gemüse gehört zum Anwesen – und wird gern von den Gästen in den Ferienwohnungen genutzt. Und demnächst soll noch eine Streuobstwiese dazu kommen...

Eigentlich ist sie ja mal Krankenschwester gewesen und hat zudem einen Abschluss für körperorientierte Psychotherapie. Doch irgendwie kam dann doch der grüne Daumen durch – und verband sich mit der Hingabe zur vorpommerschen Natur. Und das spürt man beim Rundgang über den Hof. Da sind die Zimmer und Ferienwohnungen, die Andrea Gollan ebenso wie den Scheunengang passend zum Gebäude mit alten Schränken, Anrichten, Tischen, Stühlen und Betten, aber auch kleinen Landwirtschaftsgeräten eingerichtet hat. Naturliebhaber, Vogelkundler, Pilger und jetzt im Moment viele Kranichgucker genießen das. Ein Traum für die Kinder ist nicht nur das Schlafen unterm Dachboden. „Sie fühlen sich auch im Garten sehr wohl, denn sie haben viel Platz zum Toben“, sagt die 54-Jährige und führt durch Strauchgänge, die förmlich zum Höhlenbauen einladen. Überall schlängeln sich Wege durch die Baumreihen, die zum Versteckspielen einladen. Platz zum Verschnaufen und zum Seelebaumelnlassen gibt es reichlich. Überall lacht die Sonne durch. Und am Abend kann man am wärmenden Lagerfeuer sitzen.

Und was gewinnt man als Ort der biologischen Vielfalt? „Der Preis ist ein Teichfest, das schon im September gemeinsam mit Klockenhagen gefeiert wurde. Außerdem gibt es eine Glocke als Wanderpokal.

Und man bekommt Hilfe für ein Projekt“, sagt Andrea Gollan und freut sich schon, dass zu ihrem Fest am Sonnabend viele Hände den zu emsig wachsenden Rohrkolben aus dem Teich holen....

Hoffest am 7. Oktober

Startschuss für das Fest auf dem Hof Buschenhagen ist 10 Uhr mit dem Glockenschlag. Danach beginnt die „Ernte“ der Rohrkolben im Teich. 12.30 Uhr gibt es Suppe zur Stärkung. 13 Uhr wird eine Felsenbirne – Siegerpreis der Stiftung – gepflanzt.

Zum Kranichgucken geht es 14 Uhr ins benachbarte Günz. Am Nachmittag können die Gäste die Seele baumeln lassen, bevor sie ab 19 Uhr das „Feuer schüren“ und danach quer durch die Küche tanzen. Gummistiefel, Wechselsachen, Schlafsack und Isomatte nicht vergessen.

Ines Sommer

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