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Hugoldsdorf diszipliniert seine Bürger

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Fragestunde wurde ans Ende der Sitzung der Gemeindvertreter verlegt / Ziel ist mehr Aufmerksamkeit für Kommunalpolitik

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Bürgermeisterin Sigrid Borngräber überreicht dem stellvertretenden Wehrführer Thomas Schmurr die Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten.

Quelle: Fotos: Susanne Retzlaff

Hugoldsdorf. Zur ersten Sitzung im neuen Jahr erfüllte sich Hugoldsdorfs frischgebackene Bürgermeisterin Sigrid Borngräber gleich einen Herzenswunsch. Sie hatte die Einwohnerfragestunde, die laut Satzung den öffentlichen Teil jeder Hugoldsdorfer Gemeindevertretersitzung eröffnen soll, ans Ende der Tagesordnung gelegt. Die Idee wurde aus Eixen übenommen, weil auf der vorletzten Hugolsdorfer Sitzung die Einwohner gleich nach der Fragestunde wieder verschwunden waren und den Rest der Tagesordnung schwänzten.

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Fragestunde wurde ans Ende der Sitzung der Gemeindvertreter verlegt / Ziel ist mehr Aufmerksamkeit für Kommunalpolitik

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Die Zeit muss sich der Bürger nehmen.“Sigrid Borngräber, Bürgermeisterin von Hugoldsdorf zur Verlegung der Einwohnefragestunde

„Die Zeit muss sich der Bürger nehmen“, erläuterte Sigrid Borngräber am Donnerstagabend zu bereits fortgeschrittener Stunde, als sich der vereinzelte Protest im vollständig erschienenen Gremium und der Unmut der Bürger Gehör verschaffen durften. „Das ist Nötigung, so lange hier sein zu müssen“, machte sich Gemeindevertreter Florian Lück nicht nur für interessierte Eltern stark, die ihre Kinder nicht gern länger allein lassen. „So geht es nicht, dann muss erst die Satzung geändert werden“, verwies Bürger Diethard Hoffmann auf geltendes Recht. „Ist wohl so“, räumte die Bürgermeisterin ein.

Aber: „Kein Gemeindevertreter hat gegen die vorgeschlagene Tagesordnung gestimmt.“

Die viele der anwesenden Bürger interessierende Auswertung der Versammlung zum Thema Windeignungsgebiet Hugoldsdorf sei bereits auf der Gemeindevertretersitzung im Dezember behandelt worden, führte Borngräber weiter aus. Dazu sei lediglich ein Einwohner erschienen. „Darüber haben wir uns sehr geärgert.“ Das Dorf sei einfach zu groß für nur drei Infotafeln und längst nicht jeder verfüge bereits über ein leistungsfähiges Internet, bemängelten die Bürger einen stockenden Informationsfluss. Da hatten sie, elf an der Zahl, bereits live die Wahl von Daniel Triebel zum ersten und Florian Lück zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister erlebt. Ebenso wie die Verpflichtung des nachgerückten Gemeindevertreters Klaus Wichmann und dessen Wahl in den Finanzausschuss. Dort löst er Florian Lück ab, der in den Ausschuss für fast alles andere, nämlich „Gemeindeentwicklung, Bau und Verkehr, Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Kultur, Sport, Gesundheit und Soziales“ wechselte. Dort nimmt er den Platz der sachkundige Einwohnerin Friedel Reinhard ein, die den Ausschuss aus familiären Gründen verlässt.

Das Interesse in der Bevölkerung an einer Mitarbeit sei groß gewesen, versicherte die Bürgermeisterin, sodass die Gemeindevertreter keine Mühe hatten, zwei neue sachkundige Einwohnerinnen in den Ausschuss mit dem langen Namen zu wählen. Die Idee, eine praktikablere Bezeichnung für das Gremium zu finden, wurde umgehend wieder verworfen. Schließlich galt es, Thomas Schmurr, den die Freiwillige Feuerwehr Hugoldsdorf Ende Januar zum stellvertretenden Wehrführer wählte, zum Ehrenbeamten zu ernennen.

Defekte Erdkabel sind der Grund dafür, dass zwei Straßenlaternen seit langem nicht mehr leuchten. Die Reparatur würde sehr teuer, zumal sie weitere Nachbesserungen nach sich zöge. Dabei sei die Gemeinde nicht zur Beleuchtung verpflichtet, das sei eine freiwillige Aufgabe. Nichtsdestotrotz wolle man sich weiter um eine Lösung bemühen. Bei einer Enthaltung stimmte die Gemeindevertretung der Änderung des Tribseeser Flächennutzungsplanes „Sondergebiet für Windkraftanlagen“ zu.

Tribsees will damit die Entwicklung der Windkraft im Stadtgebiet steuern und Platz für drei Prototypen außerhalb der im Regionalen Raumentwicklungsprogramm definierten Eignungsflächen bereitstellen.

Dabei geht es um 18 Hektar derzeit landwirtschaftlich genutzter Fläche südlich Tribsees. Westlich schließt sich der bestehende Windpark mit sechs Anlagen an, östlich liegt der Stadtwald und im Süden Techlin. Auf ihrer nächsten Sitzung will sich die Gemeindevertretung dann wieder mit dem eigenen Windeignungsgebiet beschäftigen. Mögliche Ausgleichsmaßnahmen erfordern hier Gesprächsbedarf.

Von Susanne Retzlaff

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