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Japaner fasziniert vom Nordvorpommerschen Wald

Lendershagen Japaner fasziniert vom Nordvorpommerschen Wald

Internationaler Naturschutz: Auf Rundreise durch den Kreis staunen Asiaten über Artenvielfalt und Möglichkeiten der Förderungen in Deutschland

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Die Japaner lassen sich von Revierförster Martin Mehl (2. v. l.) und Projektleiterin Nicole Wasmund (4. v. r.) durch den Wald im Forstrevier Lendershagen führen.

Quelle: lk

Lendershagen. Neugieriger Besuch aus Fernost hatte sich bei den Mitarbeitern des Landkreises angesagt. Dabei sollte das viel bejubelte Projekt chance.natur im Mittelpunkt stehen. Die Mitglieder der Ecosystem Conservation Society Japan besuchten das Projektgebiet, um zum Beispiel mehr über den Schutz des seltenen Schreiadlers zu erfahren. Und sie kamen aus dem Staunen gar nicht raus.

Ganz angetan waren die Gäste von der geplanten Naturwaldparzelle im Wald von Lendershagen. Revierförster Martin Mehl zeigte den Asiaten das Areal, und die waren beeindruckt von der Artenvielfalt in unseren Wäldern.

„Dass man Wald einfach so lässt, wie er ist, ganz ohne Bewirtschaftung, war den Japanern ein völlig neues Beispiel“, sagt Projektleiterin Nicole Wasmund vom Landkreis und ergänzt: „Überhaupt steckt der Naturschutz in Japan noch in den Kinderschuhen. Deshalb wollten sich die Gäste informieren, wie das alles in Deutschland funktioniert. Denn in Japan hat man festgestellt, dass die Natur größtenteils zerstört ist und man dringend handeln muss.“

Das Projekt zum Schutz des Schreiadlers fanden die Japaner toll, sehen sie doch ähnliche Aufgaben auf sich zukommen, denn in Japan gibt es zum Beispiel keine Störche mehr. Und als man bei der vom Landkreis organisierten Rundreise durch Vorpommern-Rügen in Kavelsdorf drei Störche entdeckte, waren die Gäste überglücklich.

Doch auch die Renaturierung des Richtenberger Sees rang den weitgereisten Besuchern Hochachtung ab. Verzaubert war die Delegation dieser Studienreise von dem idyllischen Dörfchen Starkow in der Gemeinde Velgast, das so viel Natur und Kultur zu bieten hat.

Auch die Offenlandbereiche im Recknitztal wurden bestaunt. Bei Landwirt Martin Bentzien weiden die Kühe noch an der frischen Luft. „Damit wird der Rasen natürlich kurz gehalten, ruhig auch in unterschiedlicher Höhe. Das ist schonend für die Fläche, für den Artenschutz und wiederum gut für den Schreiadler“, so Dr. Wasmund gestern gegenüber unserer Zeitung.

Im Herbst – möglichst zur Kranichzeit – wollen die Japaner der Stiftung wiederkommen.

Ecosystem ist übrigens die größte gemeinnützige Umwelt- und Naturschutzvereinigung in Japan. Heute zählt sie 30000 aktive Mitglieder und 100 wissenschaftliche Mitarbeiter. Sie berät die japanische Regierung in allen Umweltfragen, organisiert Kongresse und Studienreisen. Sie kümmert sich zudem um die Früherziehung von Kindern und organisiert alle zwei Jahre einen nationalen Biotop-Wettbewerb für Kitas und Schulen.

8,6 Millionen Euro stecken in „chance.natur“-Projekt

2009 gehörte der damalige Landkreis Nordvorpommern mit dem Projekt „Nordvorpommersche Waldlandschaft“ zu den Siegern des Wettbewerbes idee.natur.

Das Projekt ist seitdem Teil des Bundesförderprogramms „Chance Natur“. Das Besondere: Naturschutz wird verbunden mit Regionalentwicklung.

507 Quadratkilometer groß ist das Projektgebiet. In diesem Territorium haben insgesamt 18 Gemeinden ihren Sitz.

Das Budget für chance.natur beträgt insgesamt 8,6 Millionen Euro.

Ines Sommer

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