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Jühlke-Jahr steuert auf Höhepunkt zu

Barth Jühlke-Jahr steuert auf Höhepunkt zu

Am 8. Oktober in Barth: Leistungsschau der Gartenvereine, Profi-, Hobby-, Haus-, Vor- und Balkongärtner

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Ehrenbürger Ferdinand Jühlke (1815-1893). Der Gartenvisionär hatte sich sehr für die Stadt Barth engagiert. Repros: Detlef Lübcke

Barth. Wie sehr hätte sich Ferdinand Jühlke (1815-1893) über so viel Ehre gefreut, wie sie ihm in seiner Heimatstadt Barth jetzt zuteil wird. Das für den Ehrenbürger ausgelobte Jühlke-Jahr geht in Barth nun seinem abschließenden Höhepunkt entgegen.

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Am 8. Oktober in Barth: Leistungsschau der Gartenvereine, Profi-, Hobby-, Haus-, Vor- und Balkongärtner

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Gerd Albrecht, Leiter des Vineta-Museums in Barth, verweist auf den 8. Oktober. „An dem Sonnabend werden wir eine Leistungsschau der regionalen Gartenvereine, Profi-, Hobby-, Haus-, Vor- und Balkongärtner im Rahmen der Ausstellung ,Vom Pommerschen Krummstiel bis Sanssouci’ im und am Vineta-Museum zeigen.“ Dazu möchte der Förderverein des Vineta-Museums auch die gemeinnützigen gärtnerischen Einrichtungen der Region mit einbeziehen und aufrufen, sich rege mit Ernteprodukten zu beteiligen.

Zum Ablauf und Inhalt der Obst-, Gemüse-, Blumen- und Kuriositätenschau wird es heute Abend im Vineta-Museum eine Beratung mit den Gartenvereinigungen der Stadt Barth und Region geben. Interessierte Gärtnerinnen und Gärtner seien willkommen, so Gerd Albrecht.

Die für den 8. Oktober geplante Gartenleistungsschau soll ganz in der Tradition des ersten Gartenbauvereins der Region stattfinden. Der Gartenbauverein hat sich auf den Tag genau ebenfalls am 8.

Oktober im Jahr 1845 gegründet.

Ferdinand Jühlke war Sekretär des Vereins. Jühlke schrieb damals dazu: „Als Folge einer Vereinigung mehrerer Gartenfreunde und Gärtner des disseitigen Regierungs-Bezirks für die Veranstaltung einer Fruchtausstellung zu Eldena vom 30. September bis 8. October im Laufe des Sommers thätig zu wirken, darf die am 8. October 1845 stattgehabte Gründung des Gartenbau-Vereins für Neuvorpommern und Rügen bezeichnet werden. Diese Versammlung, anberaumt im Einverständniß der Betheiligten bei der ersten Ausstellung vaterländischer Gartenproducte, constituirte sich noch an demselben Tage, nach einstimmiger Vorstands- Wahl, unter dem Vorsitze des Herrn Grafen v. Krassow-Divitz, Herrn Pastor Wollenburg-Hanshagen und Herrn Halliger-Putbus. Das Amt des Rechners wurde dem Gärtner Herrn Lettow-Schlemmin und das Secretariat dem Gärtner Jühlke in Eldena übertragen.“

In diesem Protokollauszug von 1846 zeigt sich der Wunsch der Leistungsschauen als wesentlicher Antrieb zur Vereinsgründung. Ebenfalls waren „die verschiedenartigsten Bedürfnisse des Gartenbaues in unserer Provinz“ für die Initiative mit ausschlaggebend. Nach Ablauf der 1. Fruchtausstellung in Eldena hatten sich 96 Mitglieder zur Bildung eines Gartenbau-Vereins für Neuvorpommern und Rügen zusammenschlossen. Aus Barth traten der Apotheker Bindemann, der Conditor Düwahl und der Conrector Richter als Mitglieder bei.

Die Stadt Barth feiert Ferdinand Jühlke anlässlich zweier Jubiläen mit der Ausgestaltung eines Jühlke-Jahres. Das erste Jubiläum war der 200. Geburtstag Ferdinand Jühlkes. Er wurde am 1. September 2015 begangen. Das zweite Jubiläum bezieht sich auf 1866. Damals, also vor 150 Jahren, erfolgte Jühlkes Berufung zum Königlich Preußischen Hofgartendirektor nach Potsdam-Sanssouci. Alle Aktivitäten sollen an ihn erinnern und an den seinerzeit in Barth gelebten Geist anknüpfen.

Der Gartenvisionär hatte sich dort sehr engagiert. Er entwarf und verwirklichte Pläne zur Verschönerung des Marktes und der Neuen Anlagen. Schirmherr des Jühlke-Jahres ist MV-Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Ferdinand Jühlke starb am 12. Juni 1893 in Potsdam. Er wurde in der Erbbegräbnisstätte der Familie Jühlke beigesetzt, die heute auf dem Neuen Friedhof in Potsdam zu besichtigen ist.

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

Das Jühlke-Jahr ist am 1. September 2015 eröffnet worden – mit dem ersten Teil der Ausstellung „Vom Pommerschen Krummstiel bis Sanssouci“. Jetzt wird im Vineta-Museum der zweite Teil gezeigt – bis zum 7. November.

Am 200. Geburtstag des königlich- preußischen Hofgarten-Direktors zeigten Floristen-Lehrlinge aus Ribnitz- Damgarten auf dem Hof des Vineta- Museums eine Hutmodenschau. Im November sind 1500 Tulpen- und Krokuszwiebeln von Barthern bei einer Mitmach-Aktion in die Erde gesetzt worden. Im Mai wurde am Vineta-Museum ein großer Garten-Kunst-Handwerker- Markt ausgerichtet.

Detlef Lübcke

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