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Jugend zeigt der Politik neue Wege auf

Velgast Jugend zeigt der Politik neue Wege auf

Schüler der Regionalen Schulen des Landkreises erarbeiten in der Demografie-Werkstatt Vorschläge, wie junge Menschen in den Gemeinden gehalten werden könnten

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Lucas Albrecht (v.l.), Lukas Wolff, Neele Ziedorn, Felicia Tahmis und Betti Losch wollen ein Wörtchen mitreden, wenn es um die Entwicklung ihrer Region geht.

Quelle: Fotos: Wenke Büssow-Krämer

Velgast. Sie wollen in politischen Fragen ein Wörtchen mitreden. 29 Schüler aus Prohn, Franzburg, Niepars, Reinberg, Barth und Zingst haben sich gestern in der Demografie-Werkstatt im Velgaster Dorfgemeinschaftshaus Gedanken um die Zukunft des Landkreises gemacht. „Es ist ja auch unsere Zukunft“, begründet Neele Ziedorn aus Barth ihre Teilnahme. „Wenn wir nicht mitarbeiten, können wir auch nicht ändern, was uns stört.“

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Schüler der Regionalen Schulen des Landkreises erarbeiten in der Demografie-Werkstatt Vorschläge, wie junge Menschen in den Gemeinden gehalten werden könnten

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Die düstersten Prognosen prophezeien in Deutschland bis zum Jahr 2050 einen Bevölkerungsrückgang um etwa 20 Millionen Menschen, worunter besonders die ländlichen Regionen leiden. Um dem entgegen zu wirken, bittet die Bundesregierung die heranwachsende Generation um ihre Meinung.

Prof. Dr. Waldemar Stange von der Lüneburger Universität leitet mit seinem Team die Jugendlichen bei der Ideenfindung an. „Dieses Projekt lief bereits in Friesland, im Kyffhäuserkreis und in Lichtenfels (Bayern). Hier waren die Politiker nach anfänglicher Skepsis oft erstaunt über die kompetenten Vorschläge der Jugendlichen“, sagt der Projektleiter.

Die Stärken und Schwächen ihres Landkreises wurden dabei ebenso analysiert wie die Themen Wirtschaft, Arbeit, Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten, aber auch Mobilität und Familie. „Mich interessiert, was wir dafür tun können, dass es im Landkreis vorangeht“, meint die 15-jährige Velgasterin Caroline Brecht.

Die Jugendlichen präsentieren dann ihre überarbeiteten Vorschläge den Politikern. „Diese Generation hat Ideen“, weiß Waldemar Stange. In einigen Kreisen ist so zum Beispiel auch die Möglichkeit einer Internethochschule ins Gespräch gekommen, die in Regionen Kanadas oder Australiens längst üblich ist. Im November treffen sich die Jugendlichen in Zingst wieder, um den ausgewerteten Vorschlägen den letzten Schliff zu geben, bevor sie auf dem Demografiegipfel im März der Bundesregierung vorgetragen werden. Dabei wurden in den bisher ausgewerteten Regionen bereits erste Ideen der Jugendlichen vom Landkreis übernommen.

„Es ist schön zu wissen, dass unsere Worte und Gedanken ernst genommen werden“, begründet Betti Losch aus Altenpleen ihre Teilnahme am Projekt. Und eines ließ sich dabei bisher in allen Landkreisen feststellen: „Im Durchschnitt sagen etwa 60 Prozent, dass sie die Heimat für Ausbildung oder Studium verlassen wollen. Aber der Großteil möchte danach auch wieder zurück, weil die Familie ein wichtiger Faktor ist. Dafür müssen aber die Perspektiven stimmen“, so Waldemar Stange.

Wenke Büssow-Krämer

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