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Stralsund Kirchplatz: Nicht die Freude überwiegt
Vorpommern Stralsund Kirchplatz: Nicht die Freude überwiegt
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08:06 29.06.2013
Die Sanierungsarbeiten am Kirchplatz haben inzwischen die Schlossstraße erreicht. Sie erhält jetzt den notwendigen Unterbau. Die Straße grenzt direkt an die Grundstücke der Anwohner.
Franzburg

Gerhard John aus der Franzburger Schlossstraße freut sich zwar, dass seine Straße nun neu gemacht wird, er betrachtet die Bauarbeiten aber auch mit großem Argwohn.

„Mit uns Anwohnern ist leider im Vorfeld nicht gesprochen worden“, bemängelt der Rentner. Deshalb habe er nun Sorge, dass die vorgesehene Regenrinne nicht ausreichen wird, aufkommenden Niederschlag, zum Beispiel bei Starkregen, abzuleiten.

John hat ein Eckgrundstück, wo sich das meiste Wasser sammelt. Die vorgesehene Rinne soll direkt an den Häusern entlang führen, erläutert er. Seiner Ansicht nach wäre es besser gewesen, sie in der Straßenmitte verlaufen zu lassen. Außerdem fürchtet der Mann, dass es künftig beim Herausfahren des Autos aus der Garage Probleme geben könnte, weil die Rangierfläche davor nicht ausreichen wird.

Denn jetzt sollen Bordsteine gesetzt werden.

Bürgermeister Matthias Blümel (SPD) bestätigt das und sagt auch, warum diese Begrenzung notwendig ist. Bisher wird zwischen den Bäumen vor der Kirche rangiert. Das soll künftig unterbleiben.

Der Aussage, dass die Anwohner nicht in die Planung einbezogen worden sind, widerspricht er. Im letzten Jahr habe es eine große Einwohnerversammlung im Vereinshaus gegeben, bei der auch Kritiken geäußert und Hinweise aufgenommen wurden. Im Übrigen, ergänzt Blümel, laufen die Planungen seit 2005. Es war also genug Zeit vorhanden, weitere Ideen vorzubringen.So etwas wäre auch auf den Einwohnerfragestunden der Stadtvertretersitzungen möglich gewesen. Sie finden in Franzburg regelmäßig statt.

Blümel macht kein Hehl daraus, dass er ein bisschen traurig darüber ist, dass momentan offenbar nicht die Freude über die Umgestaltung des Franzburger Kirchplatzes dominiert, sondern mehr der Frust.

Schließlich stellt die Maßnahme den Abschluss der Städtebausanierung in der Altstadt dar. Es habe einen langen Kampf, vor allem um die notwendigen Mittel, gegeben. Nicht jeder Wunsch hätte bei den Planungsarbeiten berücksichtigt werden können, meint Blümel. Sollte sich allerdings im Nachhinein herausstellen, dass es Probleme mit dem Oberflächenwasser gibt, müsse nachgebessert werden.

Die Straßenbauarbeiten haben einen Kostenumfang von insgesamt 400 000 Euro. Davon sind rund 230 000 Euro Fördermittel, den Rest steuert die Stadt bei.

Begonnen hat die Sanierung des Kirchplatzes am 10. Juni. Ausführende Firma ist das Unternehmen LTS aus Gnoien. In den letzten knapp drei Wochen ist bereits allerhand passiert. Die Bauarbeiten haben sich vom Kirchvorplatz in die Schlossstraße bewegt. Hier erfolgt jetzt der Einbau des Straßenunterbaus. Bis Oktober soll die Kirchplatzsanierung andauern. Angefasst werden dabei aber nur die Straßen und Wege, die das Kirchenumfeld begrenzen. Die Grünfläche direkt vor der Kirche soll später umgestaltet werden. Dafür reicht derzeit das Geld nicht aus.

Bei den Planungen konnte leider nicht jeder Wunsch berück-

sichtigt werden.“Mathias Blümel, Bürgermeister

Reinhard Amler

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