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Lachmöwen und Co. auf der Spur

Barhöft Lachmöwen und Co. auf der Spur

Das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft lädt an der Barhöfter Kliffkante zur Vogelzählung ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Zarrenziner „Utkiek“.

Barhöft. Für Naturfreunde ist sie jedes Jahr ein Muss, die Wasservogelzählung. Am Samstag nun starten wieder um die 20 Tierliebhaber aus den Gemeinden Klausdorf, Prohn, Mohrdorf, aber auch aus Stralsund zum Bodden-Trip. Sie registrieren mit Zettel, Stift und Kamera-Beweisfoto, wieviele Möwen, Schwäne und Enten zwischen Zarrenzin und Barhöft unterwegs sind.

Im Januar und Februar rasten auf der Ostsee Zehntausende arktische Tauch- und Meeresenten, weil in ihren Brutgebieten in Skandinavien und Sibirien der Winter alles mit einer starken Schnee- und Eisdecke bedeckt hat. Auch die Watvögel verlassen dann ihre nordischen Brutgebiete und verbringen den Winter meist an den Küsten, Seen und Flüssen Mittel- und Westeuropas. So auch an unserer Küste.

Zu beobachten sind die Vögel dann besonders gut von Zarrenzin bis Barhöft — an der Kliffkante des Landschaftsschutzgebietes Vorpommersche Boddenlandschaft.

Das Nationalparkamt Vorpommern nutzt diese Gelegenheit und beteiligt sich an der weltweiten Wasservogelzählung. Und die findet am 17. Januar in Zingst, auf dem Darß und an der südlichen Boddenküste zeitgleich statt.

Zur Vogelzählung entlang des idyllischen Barhöfter Boddenufers treffen sich die Interessierten um 10 Uhr an der barrierefreien Plattform in Zarrenzin. Die etwa zweistündige Tour entlang des Wanderweges am Kliff endet am Aussichtsturm in Barhöft. Und wer sich nach der Tour belohnen will, kann den Turm gern noch besteigen und wird bei gutem Wetter mit einer tollen Aussicht belohnt.

Übrigens wird die Tour für Einheimische und Küstenbewohner von Nationalparkranger Gerd Görs geleitet.

„Wir werden sicher Höcker- und Singschwäne sehen, auch Berg- und Stockenten gibt es jetzt reichlich. Besonders gut sind die Vögel in Zarrenzin auf der Aussichtsplattform oder dann in Barhöft am Kliff oder im Hafen zu sehen und zu zählen“, sagte der Hohendorfer. Der gelernte Forstwirt, der einst im Forstamt Schuenhagen die Säge kreisen ließ, ist seit vielen Jahren im Nationalpark unterwegs.

Seit 1967 werden in rund 150 Ländern der Welt, immer Mitte Januar, die Bestände aller Wat- und Wasservögel erfasst. Diese Ergebnisse geben unter anderem Aufschluss über die Anzahl der Vögel einzelner Arten, deren Zugverhalten, die Entwicklung der Rastgebiete, aber auch den Zusammenhang von Veränderungen der Lebensräume und des Klimas.

Für die Darß-Erkunder ist am Samstag um 9.30 Uhr der Parkplatz „Drei Eichen“ an der L 21 zwischen Born und Ahrenshoop Treffpunkt. Dort starten die Zähler entlang der Ostseeküste zwischen Ahrenshoop und Prerow, also entlang des Weststrandes bis zum Leuchtturm Darßer Ort. In Zingst warten um 9.30 Uhr am Strandübergang 4, nahe dem Zingsthof die Ranger auf zahlreiche Mitzähler. Die see- und boddenseitige Wanderung dauert vier Stunden“, wirbt Katrin Bärwald vom Nationalparkamt in Born.

Ich hoffe, dass am Samstag wieder einige Vogelfreunde zum Zählen vorbeischauen.“Gerd Görs (57), Nationalparkranger

 



Ines Sommer

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