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Lebendige Geschichte: „Silberhochzeit“

Niepars Lebendige Geschichte: „Silberhochzeit“

Für ihr Projekt wurden Zehntklässler aus Niepars jetzt von der Nordkirche belohnt

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Die Nieparser Schüler freuen sich über die Anerkennung für ihr Geschichtsprojekt. Als Lohn gab es eine Fahrt nach Berlin. Fotos (3): Wenke Büssow-Krämer

Niepars. Wenn Geschichte durch persönliche, emotionale und teils dramatische Geschichten greifbar wird, bleibt sie auch in den Köpfen hängen. Im Herbst hatten sich die Zehntklässler der Nieparser Prof.-Gustav-Pflugradt-Schule anlässlich des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung am Projekt „Silberhochzeit“ beteiligt, zu dem das Landesjugendpfarramt der Nordkirche aufgerufen hatte. Ihre Projektpräsentation wurde nun mit einer Klassenfahrt nach Berlin prämiert.

OZ-Bild

Für ihr Projekt wurden Zehntklässler aus Niepars jetzt von der Nordkirche belohnt

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Gesammelt hatten die Schüler die Inhalte unter anderem durch Gespräche mit Gemeindemitgliedern – Zeitzeugen von beiden Seiten der Mauer – und einen Besuch der Dokumentations- und Gedenkstätte in Rostock. Was die jungen Leute dort zu hören und zu sehen bekamen, musste verarbeitet werden. „Die Geschichten der Betroffenen machten dieses Projekt ja schon emotional und spannend. Der Besuch in Rostocker Stasi-Gefängnis war dann noch heftiger", schildert die 16-jährige Lina Metzke. Im Gegensatz zur blanken Theorie im Unterricht wirkt solch ein Projekt nachhaltig. „Vorher hatten wir nur die sachlichen Fakten ohne die Emotionen dazu“, sagt Mitschülerin Anne Matthes. „Mit dem persönlichen Bezug bleibt vieles in Erinnerung“, bestätigt die 17-Jährige.

Über den Erfolg des Projektes freut sich natürlich ganz besonders der Geschichtslehrer. „Hier wurde Geschichte mit Leben erfüllt und nicht der Stoff in kürzester Zeit vermittelt“, sagt Olaf Degwitz.

Unterstützung und Antrieb während dieser Zeit bot aber auch Martin Roch, der hier sein Referendariat bestritt und zur Preisübergabe nochmals an die Schule zurückkehrte. „Wir sind schon mit dem Anspruch an dieses Projekt gegangen, es wenn, dann auch richtig zu machen und möglichst viele Leute mit einzubeziehen“, sagt der 25-Jährige. „Wichtig war, dass die Schüler hier wirklich was fürs Leben gelernt und sich eine eigene Meinung gebildet haben.“

Die eingereichten Ergebnisse wurden von einer Jury nach einem Kriterienkatalog bewertet. Die Kommunikation mit anderen Generationen, der kirchliche Gesichtspunkt und letztendlich die Präsentation wurden berücksichtigt. „Am Ende einer sehr überzeugenden Präsentation war die Nieparser Schule die mit den meisten Punkten“, erklärt Claudia Linder von der Nordkirche. „Wobei ich die Teile des alten DDR-Trabants, beklebt mit westdeutschen Kaugummis, wie auch den Film, den die Schüler über ihr Projekt gedreht haben, sehr eindrucksvoll fand.“

Doch auch, wenn die letzten Schultage für die Zehntklässler fast gelaufen sind, werden sie während ihrer Reise nach Berlin das Thema weiter vertiefen. „Neben dem DDR-Museum werden wir auch eine thematische Stadtführung an geschichtsträchtige Schauplätze unternehmen“, verrät Lehrer Olaf Degwitz. „Und die Schüler freuen sich tatsächlich darauf, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen und noch mehr Details aus der Vergangenheit zu erfahren.“

Wenke Büssow-Krämer

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