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Niepars Mal besser erst den Kopf einschalten

Demokratie und Werte stehen bei dem Projekt WarmUp! im Mittelpunkt, das an der Pflugradt-Schule gestartet ist

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Storch Heinar hat mit seiner Kapelle gestern den Startschuss für das Projekt WarmUp! in Niepars gegeben.

Quelle: Fotos: Claudia Anders/miriam Weber (2)

Niepars. Den Blick öffnen. Zum Nachdenken anregen. Das Projekt „WarmUp!“ von der Mecklenburger Anstiftung ist gestern zu Gast gewesen an der Regionalen Schule „Prof.

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Demokratie und Werte stehen bei dem Projekt WarmUp! im Mittelpunkt, das an der Pflugradt-Schule gestartet ist

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Gustav Pflugradt“ in Niepars. Mit diesem Schulprojekt wollen die Akteure vor allem eines erreichen: „Es geht um Demokratiekultur in ihrer ganzen Bandbreite“, sagt Projektmanager Mattes Heyde.

Aber wie kann man Jugendliche für das Thema Demokratie begeistern oder mit ihnen über Werte der Gesellschaft reden? Mit Storch Heinar und seiner Kapelle in der Schule aufzuschlagen, sei zwar ein guter Anfang, aber da brauche es doch noch etwas mehr Kreativität und Tiefe. „Wir haben heute sozusagen mit den Grundlagen angefangen“, sagt Mattes Heyde. Einen Workshop für die 8. bis 10. Klassen rund um das Thema gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Dieser Workshop, bei dem es darum geht, wie es zu Ausgrenzungen von Individuen und Menschengruppen kommt, ist der Startschuss des Projektes.

„Wir arbeiten mit den Schulen drei Jahre zusammen“, erklärt der 28-jährige Projektmanager. Das heißt, dass die Schulen in diesem Zeitraum Veranstaltungen von WarmUp! in Anspruch nehmen können. „Dabei geht es längst nicht nur um Rassismus oder Menschenfeindlichkeit“, so Heyde. Vielmehr könne aus einem ganzen Pool von Möglichkeiten ausgewählt werden. Musik-Workshops, Medienscout-Ausbildung, Anti-Mobbing-Webinare, Aussteiger-Seminare... Die Vielfalt ist beeindruckend und hat trotzdem einen gemeinsamen Nenner: Bildung. „Je früher wir damit anfangen, die Leute für etwas zu interessieren, desto besser“, ist auch Wolfgang Sucharowski von der Universität Rostock, der das Projekt begleitet, überzeugt. „Es ist gut, wenn ein Thema, das von außen in die Schule hineingetragen wird, für Aufregung und für Diskussion sorgt.“ Doch das Wichtigste für ihn ist die Nachhaltigkeit. Die Veranstaltungen, die WarmUp! anbietet sind ein Teil dessen. „Weil wir dann später bei einigen Themen, immer in Absprache mit der Schule, ins Detail gehen können.“ Doch weit wichtiger sei es, Netzwerke auf- und auszubauen .

Dass sich das Projekt an Regional- und Gesamtschulen in ländlichen Regionen richtet, hat einen einfachen Hintergrund: „Solche Projekte gibt es in Schulen in Städten am laufenden Band, die ländliche Region fällt da etwas hinten weg“, sagt Mattes, Heyde, der an der Uni Rostock Politikwissenschaften studiert hat. „Aber genau in diesen Gegenden müssen wir ran.“ Wir, dass sind aktuell oder ehemalig Studierende aus Rostock, die sich ehrenamtlich für das Projekt engagieren. Seine Mitarbeit erklärt Mattes Heyde: „Unsere Entwicklung ist beunruhigend. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem Intoleranz und Menschenfeindlichkeit immer medientauglicher gemacht werden.“ Das heißt, dass es immer alltäglicher wird. „Wir haben überlegt, wie man darauf reagieren kann, und sind zu dem Schluss gekommen, dass das nur mit Bildung und Demokratieverständnis geht. Und das sollte möglichst früh vermittelt werden.“

Claudia Anders, Schulsozialpädagogin an der Pflugradt-Schule jedenfalls ist begeistert. „Es ist schön, wenn Leute von außen kommen. Zum Einen bricht man damit den Unterricht auf, zum Anderen öffnen sich die Schüler vielleicht etwas mehr.“ Für sie sei es immens wichtig, dass sich die Mädchen und Jungen mit Demokratie und Werten auseinandersetzen und dafür sensibilisiert werden.

Bei Philipp Prüter und Anna Ottensmeier hat das schon geklappt. Die beiden Neuntklässler sind vom Projekt angetan. „Es ist mal etwas anderes, und es ist interessant, weil man sich auch selbst hinterfragt und mit den Mitschülern über viele verschiedene Themen diskutiert“, sagt die 14-jährige Anna. Sie freuen sich auf jeden Fall beide schon auf das zweite Halbjahr, wenn die Leute von WarmUp! mit einem neuen Workshop nach Niepars kommen werden. Dann dreht sich alles um Kultur und Vorurteile.

Miriam Weber

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