Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Mit der Taschenlampe nachts auf Achse

Velgast Mit der Taschenlampe nachts auf Achse

Kirchenbesuch und Stippvisite im Kälberstall – die besondere Jugendsozialarbeit im Velgaster „Laden“

Voriger Artikel
Ein guter Anfang mit tragischem Ende
Nächster Artikel
Wohin mit den Abwasser-Resten?

Sind Collin Jacobs, Raik Hagemeister, Sönke Hörchert und Oliver Sasou zukünftige Landwirte? Die Technik nahmen sie jedenfalls unter die Lupe.

Velgast. Schatten huschen durch die Nacht. Ab und zu ist ein Flüsterton zu hören. Plötzlich erstrahlt eine Taschenlampe. Im Velgaster „Laden“, einem 2006 eröffneten besonderen Klub des Storchennest-Vereins, gehen die Lampen an , und vorerst ist der Spuk vorbei. Im Licht sieht man immerhin 19 Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren aus Velgast und Barth, die an diesem frühen Samstagmorgen aus ihren Betten geflohen sind oder sie gänzlich verschmäht haben. Kein Wunder, irgendetwas Unvorhersehbares passiert auf diesen jährlichen Morgengrauenwanderungen des Storchennest-Vereins ja immer.

OZ-Bild

Kirchenbesuch und Stippvisite im Kälberstall – die besondere Jugendsozialarbeit im Velgaster „Laden“

Zur Bildergalerie

Velgaster „Laden“ seit zehn Jahren im Geschäft

2006 wurde der Velgaster „Laden“ eröffnet, im ehemaligen Tante-Emma-Laden der Dettmanns in der Ernst-Thälmann-Straße.

Betreut werden die jungen Leute seit 2008 vom Sozialpädagogen Bernd Tscheuschner (56), der seit 2002 beim Storchennest-Verein arbeitet.

40 Kinder und Jugendliche schauen pro Woche vorbei, nutzen dieses besondere Angebot der Jugendsozialarbeit.

Und schon geht's los auf die bislang für alle unbekannte Route durch und in die Umgebung des Dorfes. Doch halt: In der Kirche brennt Licht. Und das um 1.30 Uhr? Ja, Küster Burkhard Schulz hat sich vorbereitet, Kerzen aufgestellt und erzählt den Jugendlichen etwas zur Geschichte des ältesten Velgaster Gebäudes. Zum Schluss gibt es noch einen im Dorf sicher gut hörbaren Jubelakkord von der alten Buchholzorgel – und dann macht sich der Tross auf.

Knifflige Aufgaben gibt es nun bei der Wanderung um die in seichten Nebel gehüllten Tonkuhlen, die in Vorzeiten die Ziegelproduktion des Dorfes sicherten, zu lösen. Gänzlich ohne Licht Federball zu spielen oder Wasser ohne Hilfsmittel zu sammeln, ist dann auch nicht jedermanns Sache. Trotzdem halten alle bis zur ersten Verschnaufpause durch.

Ehe es aber an den Verzehr geht, müssen die mitgebrachten Möhren noch gesäubert werden. Etwas für zukünftige Köche. Letztlich geht es ja auch um Berufe, mit denen man später in unserer Region vielleicht sein Glück machen kann. Und so erfahren an diesem Morgen die Mädchen und Jungen noch Spektakuläres beim Blick in die alte Velgaster Ziegelei, den um 1870 gebauten ersten Industriebetrieb im Ort oder beim interessanten Besuch im Stall der Kromminga GbR mit seinem Melkkarussell und dem, insbesondere für die Mädchen interessanten, Abstecher zum Kälberstall. Das Landwirtschaft aber auch heute noch ein harter Job ist, weiß Artur Kromminga zu berichten, der die dann schon müden, aber noch immer neugierigen Wanderer mit einem Bananenmilchshake überrascht und aufmuntert.

Und noch immer ist das Programm dieses frühen Tages nicht ganz absolviert. Denn beinahe um die Ecke erwartet Tino Haferung von „Green energie“ die jungen Leute und lädt zur Besichtigung der Biogasanlage ein, die mit ihrer Zweistufentechnik ein Dorf wie Velgast gänzlich mit Strom versorgen könnte. Doch diese Informationen mischen sich für die meisten Frühaufsteher schon mit dem Traum, bald im Bett liegen zu können. Und das wiederum war nach dieser anstrengenden Wanderung nun doch nicht so unvorhersehbar.

Bernd Tscheuschner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Retschow
Sie gehören dem Spinnkreis Retschow an (v.l.): Rita Pentzin, Birgit Sedl, Sabine Neumann und Heidrun Naethbohm.

Jeden Donnerstag treffen sich im alten Pfarrhaus elf Frauen zum Spinnen und Klönen / Unter dem Dach der evangelischen Kirche fand der Kreis ein neues Zuhause

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Zwischen Sund und Trebel
Verlagshaus Stralsund

Apollonienmarkt 16
18439 Stralsund

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Benjamin Fischer
Telefon: 0 38 31 / 20 67 40
E-Mail:  stralsund@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.