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Neue Pläne für Aula in Tribsees

Tribsees Neue Pläne für Aula in Tribsees

Der Amtsausschuss stimmt einer Erweiterung des Baus für die Essenausgabe zu und legt jetzt einen ausgeglichenen Haushalt vor/ Die Sonderumlagen für Schulinvestitionen sollen die Gemeinden zahlen

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In der Aula der Regionalschule Tribsees soll es künftig auch Mittagessen geben. Dafür muss jetzt umgeplant werden. Das verursacht Mehrkosten in Höhe von fast 195000 Euro. Der Amtsausschuss gab seine Zustimmung.

Quelle: Susanne Retzlaff

Tribsees. Einen ausgeglichenen Haushalt für 2016 beschloss der Amtsausschuss von Tribsees am Dienstag mit einer Gegenstimme und hofft nun auf die Genehmigung durch die untere Rechtsaufsichtsbehörde. Die war dem Amt Recknitz-Trebeltal noch im Dezember verweigert worden, weil genau dieser geforderte Ausgleich nicht gegeben war.

Der Schulausschuss will mit den Haushaltsmitteln vernünftig umgehen“. Thomas Molkentin (CDU), Bürgermeister

Fehlbeträge waren vor allem durch eine Vorfinanzierung von Investitionen im Schulbereich entstanden. Über 180000 Euro inklusive erster Kosten des Verbindungsbaus der Regionalschule Tribsees haben sich seit 2012 aufsummiert, die eigentlich gleich von den Gemeinden hätten eingefordert werden müssen.

Nun soll es eine Sonderumlage auf Basis der jeweiligen Schülerzahlen richten. Zwischen knapp 3900 Euro für Drechow und rund 57700 für Tribsees sind im Jahre 2016 zu berappen, neben dem Schullastenausgleich und bereits angehobener Amtsumlage.

„Der Schulausschuss will mit den Haushaltsmitteln vernünftig umgehen“, versicherte Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU) kritischen Stimmen, die das Gremium bereits als Wunschkonzert für Schulen empfinden, das noch nie einen Antrag abgelehnt habe.

Diesem Eindruck will der Amtsausschuss nun entgegenwirken, indem er Investitionen zumindest mit einem Richtwert deckelt. An den Grundschulen sollen ab sofort nicht mehr als 80 und an der Regionalschule maximal 100 Euro pro Schüler und Jahr ausgegeben werden, was sich möglicherweise dämpfend auf die Sonderumlage auswirken könnte.

Veränderungen gibt es beim Ausbau der Regionalschule Tribsees. Nein, vergessen hat man die Essenausgabe nicht bei den Entwürfen. „Damals konnte man nicht davon ausgehen, dass diese einmal nötig würde“, erklärte Anke Haß, die leitende Verwaltungsbeamtin, auf Nachfrage der OZ. Bisher hatte der Anbieter des Schulessens sich zwar die Verpflegung bezahlen lassen, die Räumlichkeiten aber kostenlos zur Verfügung gestellt. Überraschend hatte er gekündigt, war bei der folgenden Ausschreibung der günstigste Verpfleger und verlangte nun aber Miete für die Räume, beschreibt Haß die Situation Ende 2015.

Das ist eine längerfristig ungünstige Koppelung verschiedener Dienstleistungen, meint das Amt und will sich räumlich unabhängig machen. Deswegen müssen nun die Pläne für den Bau der Aula um eine Essenausgabe erweitert werden. Der Nachschlag verursacht Mehrkosten in Höhe von fast 195000 Euro, da sich der Baukörper komplett verändere. Der Komplex „Aula mit Essen“ soll dann 711600 Euro kosten, wobei der Eigenanteil voraussichtlich rund 230000 Euro betragen wird. Der Förderbescheid liegt noch nicht vor, und die Chancen, den Betrag weiter zu senken, sind eher gering. Die Baukosten sollen dann auf die Gemeinden umgelegt werden. Wegen Finanzierungsunklarheiten sind die Mittel auch noch nicht im Etat 2016 veranschlagt. Zumindest für das Amt scheint damit ein Nachtragshaushalt 2016 gesichert.

Kritischer will der Amtsausschuss künftig mit der Vergabe der Zuschüsse zur Förderung der Arbeit von Vereinen und Verbänden umgehen, die er in diesem Jahr mit insgesamt 2000 Euro unterstützt. Bis auf die Line-Dancer in Dettmannsdorf-Kölzow können sich 2016 alle Antragsteller zumindest über einen Bruchteil der beantragten Mittel freuen, auch der Tribseeser Heimatverein und der Freundeskreis Popkultur. Zukünftig aber will man insbesondere bei größeren Organisationen mit professionellen Strukturen — die Rede war hier vom DRK oder Nabu — zurückhaltender sein.

Von Susanne Retzlaff

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