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Neues Wahrzeichen für Schreiadler-Parcours

Schuenhagen Neues Wahrzeichen für Schreiadler-Parcours

Velgaster Schüler weihen den erweiterten Lehrpfad in Schuenhagen ein / Dresdner Ingenieur-Büro entwarf dafür das Konzept

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Mädchen und Jungen der Velgaster Grundschule weihten gestern den neuen Schreiadler-Parcours am Schuenhagener Forstamt ein. Mit dabei: Lucas Drechsler, der die Adler-Skulptur schuf, Katrin Fleischer, die beim Forstamt für die Umweltbildung zuständig ist sowie Forstamtsleiter Andreas Baumgart (v.r.). Fotos (2): Jörg Mattern

Schuenhagen. Der stolze Schreiadler blickt aus 2,20 Meter Höhe auf seine jungen Besucher herab. Den Raubvogel hat der Löbnitzer Bildhauer Lucas Drechsler aus dem Stamm einer mächtigen Eiche geschnitzt. Die Statue ist das neue Wahrzeichen des erweiterten Schreiadler-Parcours am Forsthaus Schuenhagen. Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klasse der Velgaster Grundschule waren die ersten, die den überarbeiteten Lehrpfad gestern einweihten.

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Velgaster Schüler weihen den erweiterten Lehrpfad in Schuenhagen ein / Dresdner Ingenieur-Büro entwarf dafür das Konzept

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Mit 11000 Euro hat das Projekt „chance.natur“ die Umbauarbeiten am zehn Jahre alten Schreiadler-Parcours unterstützt. Diese Zahl nannte Dr. Nicole Wasmund, Leiterin des von 18 Gemeinden unterstützten Projekts, das beim Landkreis Vorpommern-Rügen angesiedelt ist. „Etwa zehn Paare des Schreiadlers, der auch Pommernadler genannt wird, brüten in der Region auf etwa 50000 Hektar“, berichtete die Projektleiterin.

Der Parcours im einstigen Obstgarten des Forstmeisters erzählt die Geschichte des Adlerjungen Tobi, der nahe des Flüsschens Barthe aus dem Ei schlüpft, hier aufwächst und sich schließlich zusammen mit seinen Verwandten auf den weiten Weg nach Südafrika macht. „Neu hinzugekommen sind zusätzliche Informationstafeln, die den Lehrpfad auch für Erwachsene interessant machen“, verwies Nicole Wasmund auf die Familientauglichkeit des Parcours. Zudem können Neugierige durch ein Fernrohr den Wald absuchen und schauen, ob sich darüber der Schreiadler in die Luft erhebt. Das Konzept zur Erweiterung stammt vom Dresdner Ingenieur-Büro „Natur und Bildung“.

Die Lütten der Velgaster Grundschule hatten auf Holzklötzen im Kreis um den imposanten Holzadler Platz genommen und hörten gebannt zu, wie Forstamtsleiter Andreas Baumgart davon berichtete, wie selten der Schreiadler geworden ist. Er ist auch deshalb kaum zu sehen ist, weil der Raubvogel nur fünf bis sechs Monate im Jahr hier ist, um den Nachwuchs aufzuziehen, bevor er sich auf den Weg in den warmen Süden macht. Der Förster lobte die gute Zusammenarbeit mir dem Projekt „chance.natur“ und vor allem die tatkräftige Hilfe, die er seit Mai bei den Umbauarbeiten durch die Ein-Euro- Jobber Detlef Rohde, Frank Kurr und Marco Schuldt sowie Dietmar Röske aus Lendershagen hatte.

Nicole Wasmund indes ist überzeugt, dass das Projekt mit dem Forstamt Schuenhagen einen starken Partner in Sachen Umweltbildung an der Seite habe. Für dieses Metier ist im Forstamt Katrin Fleischer zuständig. Als die offiziellen Reden vorbei sind, nimmt sie die kleinen Gäste aus Velgast mit auf den Parcours.

Höhepunkt ist diesmal: Wir schnitzen uns einen Schreiadler. Mit Kinderschnitzmessern und Schleifpapier machen sich die kleinen Naturforscher über kleine Holzstücke her. Am Ende bekommt der handgearbeitete Vogel noch ein paar Flügel aus Papier und darf dann stolz mit nach Hause genommen werden.

Regionalentwicklung und Umweltbildung

10 Brutpaare des Schreiadlers brüten in der Region. Er ist Deutschlands kleinster Adler und kommt nur noch in MV und Brandenburg vor.

Aus dem Bundesprogramm „chance.natur“ gibt es für das Projekt Nordvorpommersche Waldlandschaft und den hier lebenden Schreiadler 8,6 Millionen Euro Förderung. Bis 2016 werden in der Region bis zu 60 Vorhaben gefördert.

2 Wanderausstellungen – zum Rotmilan und zum Schreiadler – werden für nächstes Jahr im Rahmen von „chance.natur“

vorbereitet.

Zur Waldolympiade arbeitet das Forstamt Schuenhagen mit Schülern vom Darß bis Stralsund zusammen. Ziel des Umweltbildungsprojektes ist es laut Katrin Fleischer, dass jeder Schüler bis zur 4. Klasse einmal den Wald erlebt hat.

• www.schreiadlerland.de

Jörg Mattern

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