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Nicht genug Löschwasser, wenn‘s brennt

Martensdorf Nicht genug Löschwasser, wenn‘s brennt

Die Bürger nutzen Einwohnerversammlung am Mittwochabend in Martensdorf rege, sprachen Probleme an und gaben viele Hinweise. Die „Kombüse“ an der Tankstelle platzte aus allen Nähten.

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Rappelvoll war es in der „Kombüse“, die Einwohner zeigten viel Interesse an ihrem Dorf. Fotos (3): Susanne Retzlaff

Martensdorf. Da hatte sich offenbar eine Menge Gesprächsbedarf in Martensdorf angesammelt. Das Interesse an der ersten Einwohnerversammlung im Ort seit langem überstieg nicht nur das Fassungsvermögen der „Kombüse“, sondern auch die Erwartungen der Bürgermeisterin Bärbel Schilling (Wählergemeinschaft). Etwa 80 Bürger waren gekommen, um Fragen zu stellen, Kritik zu äußern und Anregungen zu geben, und so wurde es eng in der Gaststätte an der Tanke.

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Dass nur ein Teil des Dorfes ausreichend mit Hydranten versorgt ist, war mir nicht bewusst. Gut, dass das jetzt auf den Tisch kam. So kann gehandelt werden.“Tommy Müller, Martensdorf

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Zunächst brachte die Bürgermeisterin die Einwohner unter anderem in Sachen Supermarkt, Fahrradweg und Schmuddelecken auf den Stand. Der neue Netto an der B 105 will am 5. November um 7 Uhr erstmalig seine Türen öffnen und sucht noch Mitarbeiter (Interessenten mögen sich notfalls auch an die Bürgermeisterin wenden). Vielleicht könne man sich Gedanken über die Organisation eines Lieferservice machen.

Das Straßenbauamt will den Fahrradweg von Martensdorf nach Kummerow erweitern. Derzeit laufe der Landerwerb. Mit Baumaßnahmen ist voraussichtlich ab Mai 2014 zu rechnen.

Immer Ärger mit dem Grünzeug, was den einen zu wenig ist — vereinzelt machte sich Ärger über Baumfällaktionen breit — den anderen zuviel. Wohin mit dem Grünschnitt — das ist für viele Heckenbesitzer auch um Niedermützkow ein Frage, die vielleicht im Gespräch mit Nachbarn oder der Gemeinde beantwortet werden könne, aber nicht durch wilde Entsorgung, mahnte die Bürgermeisterin.

Noch immer unklar ist das Schicksal des in Privateigentum befindlichen Gutshauses. Es verfällt, die Gemeinde könne aber erst einschreiten, wenn die bauliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet sei.

Auf Anregung eines Bürgers soll eine Besichtigung darüber Klarheit bringen. Das ehemalige Asylantenheim wird nach und nach zu einer Mietwohnungsanlage umgebaut. Verkehrsprobleme von Pferdeäpfeln über Raser, Räumdienst und Schlaglöcher bis zum neuen, lautem Asphalt und dunklen Bushaltestellen wurden erörtert. Als größeres Ärgernis kristallisierte sich der offenbar vernachlässigte Kinderspielplatz heraus. Hier sahen auch die Gemeindevertreter Handlungsbedarf, allerdings sei ein Teil des Problems einfach standortbedingt und ließe sich nur durch ein anderes Gelände beheben. Mit einer Hiobsbotschaft überraschte schließlich ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr seine Mitbürger. „Ohne Wasser läuft nichts, es fehlten mindestens drei Hydranten im Ort“, selbst mit dem neuen Tanklöschfahrzeug, das 5000 Liter Wasser fasst, sei man beispielsweise bei einem Gebäudebrand im Neubaugebiet schnell am Ende, und der große Teich sei zu verschlammt. Bürgermeisterin Bärbel Schilling versprach, sich um das Problem der Löschwasser-Versorgung zu kümmern.

„Wir finden die Runde hier gut“, sind sich Tommy Müller und Mandy Stahnke nach ihrer ersten Einwohnerversammlung einig. „Auch ich habe ein Problem: Der Spielplatz ist dunkel, da liegen kaputte Bierflaschen und Zigarettenkippen herum“, teilt die Mutter zweier Kinder ihre Sorge mit. Tommy Müller beeindruckt besonders das Thema Brandschutz: „Dass nur ein Teil des Dorfes ausreichend mit Hydranten versorgt ist, war mir nicht bewusst, das ist schon erschreckend.“

 

 

Susanne Retzlaff

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