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Zimkendorf Stell Dir vor, es brennt und keiner kommt

35 Jahre hat das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Zimkendorf auf dem Buckel / Für notwendige Reparaturen fehlt das Geld

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Nur knapp passt der Wagen (hier mit dem stellvertretenden Wehrführer Christian Sadewasser) durch das Tor. Sollte es einen neuen Wagen geben, die heute alle breiter sind, müsste dafür auch das Einfahrtstor zum Feuerwehrhaus verbreitert werden.

Quelle: Fotos: Wenke Büssow–krämer

Zimkendorf. Elfmal mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zimkendorf im letzten Jahr ausrücken. Drei Einsätze waren es bisher 2017. Damit die Rettungskräfte aber auch zukünftig rechtzeitig ihr Einsatzziel erreichen, sind finanzielle Investitionen unumgänglich. Das Feuerwehrfahrzeug hat zwar erst 34000 Kilometer auf dem Zähler, die 35 Jahre haben jedoch ihre Spuren hinterlassen.

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35 Jahre hat das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Zimkendorf auf dem Buckel / Für notwendige Reparaturen fehlt das Geld

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„Bereits vor dem letzten TÜV mussten wir mehr Geld für Reparaturen in die Hand nehmen, als wir uns hätten leisten dürfen“, berichtet Wehrführer Daniel Rank. Geld, das dann an anderen Enden eingespart werden muss. „Und auch vor der nächsten Hauptuntersuchung im April nächsten Jahres werden größere Reparaturen nötig sein, um das Fahrzeug durchzubringen.“

Für ein neues gebrauchtes, vor allem akzeptables Feuerwehrfahrzeug muss man um die 40000 bis 50 000 Euro einplanen. Davon sind die Zimkendorfer Kameraden jedoch weit entfernt. Und dann würde auch schon das nächste Problem auftauchen. „Neue Fahrzeuge sind breiter. Unser Wagen passt gerade so durch das Tor. Das müsste dann verbreitert werden“, so Rank. Dafür würden auch nochmal um die 10000 Euro auf die Rechnung kommen.

Außerdem dürfen nur Kameraden mit Lkw-Führerschein das Feuerwehrfahrzeug lenken. Personen, die nur über den Führerschein der Klasse B verfügen, müssten in sechs zusätzlichen Fahrstunden und einer anschließenden Prüfungsstunde eine extra Befähigung dafür erlangen. Doch auch dafür wären um die 1000 Euro fällig.

„Die Gemeinde weiß um die Probleme und wäre auch willig zu helfen“, erklärt der 30-Jährige, der seit 2001 Mitglied der Feuerwehr im Dorf ist. Doch wie alle Gemeinden muss sich auch Zimkendorf dem Sparzwang unterwerfen. Dazu kommt, dass nur Stützpunktfeuerwehren – wie Steinhagen und Niepars – die Möglichkeit haben Förderungen durch das Land zu erhalten. Gemeindefeuerwehren sind davon ausgeschlossen.

Was allerdings geschieht, wenn das Fahrzeug komplett ausfallen sollte, kann auch der Wehrführer nicht sagen. „Das ist Pflichtaufgabe der Gemeinden“, ist er ratlos. Und noch auf einen anderen Punkt weist Daniel Rank hin. „Veraltete Technik ist natürlich kein Anreiz für neue Kameraden.“

Zurzeit engagieren sich acht Kameraden in der Zimkendorfer Feuerwehr. Außerdem sind sechs Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren aktiv, die sich alle zwei Wochen treffen. Bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr kommen neben der internen Ausbildung monatliche Übungen mit anderen Wehren dazu. In der Ausrückegemeinschaft – mit den Feuerwehren Niepars, Groß Kordshagen, Flemendorf und Neu Bartelshagen – lässt sich so beispielsweise erkennen, wie man sich gegenseitig ergänzen kann. „Die Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren weiter sehr positiv entwickelt“, so Rank.

Eine Idee, künftig auf Dauer Einsparungen zu erreichen, wäre die Zusammenlegung der Wehren Zimkendorf und Langendorf zu einer Feuerwehr mit zwei Stützpunkten. „So könnte man sich bei den Gerätschaften abstimmen und hätte so auf lange Sicht weniger Wartungs- und Unterhaltungskosten zu tragen. Das ist aber noch Zukunftsmusik“, so Rank.

Zwei Zimkendorfer Kameraden sind aber bereits zusätzlich Mitglied in der Langendorfer Feuerwehr, damit sie aufgrund ihrer beruflichen oder häuslichen Nähe im Notfall auch hier mit auf den Wagen dürfen.

Die Kameraden pflegen auch jetzt schon eine Partnerschaft. Nachdem Zimkendorf das Osterfeuer in Langendorf mit unterstützt hat, werden die Langendorfer zum Maifeuer in Pütte erwartet.

Wenke Büssow-Krämer

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