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Willi hofft auf Stammzellenspender

Groß Mohrdorf Willi hofft auf Stammzellenspender

Der elfjährige Groß Mohrdorfer hat Blutkrebs / Ein ganzer Amtsbereich stemmt sich gegen dieses Schicksal

Groß Mohrdorf. Willi will leben! So steht es auf Plakaten und Flugblättern, die derzeit im Amtsbereich Altenpleen und in Stralsund verteilt werden. Willi ist ein elfjähriger Junge aus Groß Mohrdorf, dem Ärzte im Januar eine schreckliche Diagnose stellen mussten: Blutkrebs.

 

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Ein Bild aus glücklichen Tagen. Heute hofft Willi darauf, dass sich ein Stammzellenspender findet, der hilft, den Blutkrebs zu besiegen.

Quelle: privat

Schlagartig hat sich das Leben für Willi und seine Eltern seither verändert. Der sonst so agile Junge klagte immer häufiger über Müdigkeit. Seine Mutter und sein Vater sind so mitgenommen, dass sie derzeit nicht darüber sprechen können. Nur ein Stammzellenspender, dessen Gewebeproben mit denen Willis übereinstimmen, kann sein Leben retten. Aber: Dieser Hoffnungsschimmer erfordert ein großes Maß

an Geduld. Bislang wurde weltweit in den Dateien kein passender Spender gefunden.

Doch Willi und seine Eltern sind nicht alleine. „Willi ist Mitglied unserer Jugendfeuerwehr. Da müssen wir einfach helfen“, sagt Ralf Lange, Wehrführer von Groß Mohrdorf und derzeitig Amtswehrführer des Bereichs Altenpleen. Frauen und Männer von fünf Feuerwehren aus Willis Heimatdorf, Prohn, Altenpleen, Klausdorf und Preetz sind gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) seit Montag vor Ostern dabei, eine große Registrierungsaktion für den 10. April vorzubereiten. In der Turnhalle der Prohner Regionalschule können sich zwischen 11 und 17 Uhr potenzielle Stammzellenspender typisieren lassen.

Am Mittwochnachmittag zogen die Organisatoren in der Groß Mohrdorfer Kita „Regenbogen“ eine Zwischenbilanz und überlegten, was noch zu tun ist. „Die ersten Spenden sind auf dem Spendenkonto eingetroffen“, berichtet die Groß Mohrdorfer Feuerwehrfrau Britta Strehlow und lässt durchblicken, dass auch das Unternehmen Scanhaus Marlow 500 Euro für die Typisierungsaktion spendete.

Andere helfen mit Sachspenden. So etwa die Prohner Fleischer mit Bratwürsten zur Stärkung der Typisierungswilligen. Famila hilft mit Getränken. Der FC Hansa stiftete einen signierten Fußball, Boxweltmeister Jürgen Brähmer Boxhandschuhe mit Autogramm. Der Deutsche Meister Tobias Busch, Stralsunds Speedway-As, hilft mit einem signierten Trikot, das sich für den guten Zweck versteigern lässt. Vom Spendenerlös werden die Kosten der Typisierung möglicher Stammzellenspender bezahlt.

Die Feuerwehrleute wollen auch die Versteigerung in die Hand nehmen. Sie sind nicht nur in der Brandbekämpfung geübt, sondern ebenso in der Organisation von Großveranstaltungen auf dem Dorf. Das wird sich in Prohn zeigen. Sogar an einen Shuttle-Service von den Parkplätzen — am Edeka-Markt und dem Reitplatz — zur Schule ist gedacht. Die Organisatoren rechnen mit hunderten Menschen, die Willi helfen wollen. „Wir haben auch in den Kirchen der Region Flugblätter verteilt, die auf Willis Schicksal und die Typisierungsaktion aufmerksam machen“, sagt Ingrid Hartmann, Vorsitzende des Mohrdorfer Kirchengemeinderates.

In Köln freut sich Bettina Steinbauer von der DKMS über so viele Aktivitäten. „Jeder, der sich in der Prohner Schule als potenzieller Stammzellenspender typisieren lässt, erhöht die Chance für Willi oder einen anderen Patienten auf der Welt gesund zu werden.“

Weltweit vernetzte Hilfe für betroffene Patienten

40 Euro kostet die Untersuchung des Tests für die Stammzellenspende. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) arbeitet gemeinnützig und ist für diese Typisierungen auf Spenden angewiesen. Jeder Euro hilft denen, die auf die Stammzellen angewiesen sind.

Spenden bitte auf das DKMS-Spendenkonto mit der IBAN: DE91 1305 0000 0200 0027 24 bei der Ostsee-Sparkasse Rostock, Stichwort Willi.

Die Registrierung ist unkompliziert: Mit einem Wattestäbchen wird ein Abstrich von der Wangenschleimhaut genommen. Dazu wird eine Einverständniserklärung ausgefüllt. Die Ergebnisse des Abstrichs werden gespeichert und anonym für den weltweiten Patientensuchlauf zur Verfügung gestellt.

6 Millionen Spenderdaten sind so weltweit über die DKMS vernetzt.

Die Hilfsaktion in Prohn findet am 10. April von 11 bis 17 Uhr in der Sporthalle der Regionalen Schule statt. Mitmachen kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 17 und 55 Jahren.

• www.dkms.de

Von Jörg Mattern

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