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„... in Ost un West – to Hus is best!“

Stralsund „... in Ost un West – to Hus is best!“

Stralsund Museum ehrt die Malerin Elisabeth Büchsel mit einer Sonderschau zum 150. Geburtstag

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Kuratorin Dorina Kasten im historischen Strandkorb, auf den die Besucher der Büchsel-Ausstellung als erstes treffen. In der Hand hält sie eine Hiddensee-Landschaft, gemalt von Elisabeth Büchsel.

Quelle: Foto: Jörg Mattern

Stralsund. Es war der 29. Januar 1867 als Elisabeth Büchsel in Stralsund das Licht der Welt erblickte. Ein guter Anlass für das Stralsund Museum, der als „Malerin von Hiddensee“ bekannt gewordenen Künstlerin zum 150. Geburtstag eine repräsentative Werkschau zu widmen. „... in Ost un West – to Hus is best!“ So der Titel der Ausstellung, die am Freitag eröffnet wird und bis zum 29. Oktober im Katharinenkloster zu sehen sein wird.

„Das Zitat bezieht sich auf einen Eintrag Büchsels in das Poesie-Album einer Cousine“, erzählt Kuratorin Dorina Kasten. Klar, dass auch dieses Buch als Leihgabe in der Ausstellung gezeigt wird. So, wie auch einige persönliche Gegenstände der Malerin, etwa ein Holzelefant, ihr Gesangbuch oder ein Holzkästchen aus ihrem Besitz. Postkarten und Briefe geben ebenfalls Persönliches aus dem Leben Büchsels preis.

Das wirklich Spannende an der neuen Sonderausstellung ist für Claudia Hoffmann, amtierende Leiterin des Stralsund Museums, aber: „Die 100 gezeigten Arbeiten Büchsels wurden so noch nie zusammen gezeigt, handelt es sich doch um Leihgaben, extra für diese Schau.“ 21 davon kommen aus Privathand, von Büchsel-Verehrern aus Greifswald, Stralsund, Stuttgart, Köln und Bonn, aber auch von Rügen und Hiddensee. Komplettiert werden diese durch Leihgaben aus öffentlichen Beständen, wie etwa der evangelischen Kirchengemeinde Hiddensee oder dem Heimatmuseum der Insel, ebenso vom Förderverein des Stralsund Museums. Mit Briefen und Postkarten unterstützt das Stadtarchiv der Hansestadt die Büchsel-Ausstellung.

Büchsel-Freunde dürfen sich auf eine breite Palette aus dem Schaffen der Künstlerin freuen. Etwa auf die Porträts, mit denen sich Elisabeth Büchsel einen Namen machte. „Wir haben einige wenige Stillleben dabei und die bekannten Inselblicke von Hiddensee“, sagt Dorina Kasten. Acht der Arbeiten sind auf den Reisen Büchsels ins Ausland entstanden. Sie zeigen unter anderem Alpenpanoramen oder die Küste im italienischen Rapallo.

Wer die Sonderausstellung betritt, stößt am am Eingang auf einen Strandkorb aus dem Jahr 1930, eine Leihgabe des Hiddenseer Heimatmuseums in Kloster. Daneben entdeckt der Besucher auf einer Staffelei eine Hiddensee-Landschaft. So wird der Gast behutsam eingestimmt auf die Überzeugung der Malerin „...tu Hus is best!“, die der Schau das Motto gab. „Denn wie weit Elisabeth Büchsel auf ihren Reisen auch herumgekommen sein mochte,“ sagt Kuratorin Dorina Kasten, „es zog sie immer wieder zum Malen auf ihre Insel Hiddensee zurück“.

Jeden Sommer auf Hiddensee

Als Tochter eines Stralsunder Tuchhändlers wurde Elisabeth Büchsel am 29. Januar 1867 in Stralsund geboren.

Bereits in Grundschule und Gymnasium entwickelte sie ihr Zeichentalent. Ab 1888 studierte sie bei Paul Flickel in Berlin, später bei Konrad Fehr und Walter Leistikow sowie bei Anton Josef Pepino in Dresden.

Studienreisen führten Elisabeth Büchsel u. a. nach Italien, nach Paris zur Weltausstellung 1900 oder nach München.

Ab 1904 malte die Künstlerin jeden Sommer auf Hiddensee, bevorzugt Kinder, Fischer, Alltagsszenen und Insellandschaften.

Hiddensee ehrt die Künstlerin anlässlich ihres 150. Geburtstages mit zwei eigenen Ausstellungen in der Groot Partie in Neuendorf und im Heimatmuseum in Kloster.

Die Sonderausstellung im Stralsund Museum wird vom 20. Mai bis zum 29. Oktober gezeigt.

Jörg Mattern

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