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Südvorpommern 40 Hinweise zum Eldenaer Mordfall nach ZDF-Sendung
Vorpommern Südvorpommern 40 Hinweise zum Eldenaer Mordfall nach ZDF-Sendung
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17:10 02.03.2018
Diese Hose trug Regina Mehling, als sie tot aufgefunden wurde. Die Greifswalderin starb im Mai 1994 im Alter von 22 Jahren. Die Ermittler gehen von einem Sexualverbrechen aus. Quelle: Polizei
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Greifswald

Neue Spuren im Mordfall der Greifswalderin Regina Mehling: Mehr als 40 Hinweise sind bei der Kriminalpolizei Anklam eingegangen, nachdem der rätselhafte Fall in der ZDF-Fernsehserie „Aktenzeichen XY...ungelöst“ neu aufgerollt wurde. „Wir sind positiv überrascht über die gute Resonanz“, sagt Katrin Kleedehn, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg.

Eine derart hohe Zahl an Hinweisen sei nicht unbedingt üblich nach der Ausstrahlung alter Fälle im Fernsehen. Es gebe ermittlungstechnisch neue Ansätze, auch wenn zunächst keine heiße Spur dabei sei. Unter anderem seien mehrere männliche Personen aus dem Bekanntenkreis von Regina Mehling benannt worden. Die Angaben werden nun überprüft, die Männer gegebenenfalls zu freiwilligen Speichelproben aufgefordert.

In der Sendung schilderte Ulf Jokiel, erster Kriminalhauptkommissar bei der Kripo in Anklam, dass speziell ein Pärchen gesucht wird, das Regina Mehling möglicherweise als letztes lebend gesehen haben könnte. Das Pärchen soll sich am 3. Mai 1994 gegen 11.45 Uhr im Strandbad Eldena in unmittelbarer Nähe von Regina Mehling aufgehalten haben und einen weißen Windschutz aufgebaut haben. Es meldete sich eine Greifswalderin am Hinweistelefon, die ziemlich sicher ist, dass sie mit der Beschreibung gemeint ist.

Außerdem hat eine Greifswalderin angerufen, die im gleichen Zeitraum im Strandbad Eldena von einem unbekannten Mann angesprochen worden war. Es soll sich um eine versuchte Vergewaltigung gehandelt haben. Die Frau war zum Tatzeitpunkt elf Jahre alt. „Sie hatte sich auch damals gemeldet. Die Ermittler gehen diesem Hinweis erneut nach“, sagt Kleedehn.

Weitere Hinweise hat es auch aus Schleswig-Holstein, Bayern und dem Ruhrgebiet gegeben. In der kommenden Woche finden die ersten Befragungen von Zeugen statt, wie die Polizeisprecherin weiter mitteilt. Neben 40 telefonischen Hinweisen gingen auch zwei per E-Mail ein.

Der Fall: Regina Mehling fuhr am 3. Mai 1994 mit dem Husky von Freunden in einem weißen Trabant zum Strandbad Eldena. Der Hund ist noch am Nachmittag von Passanten aufgegriffen worden. Die Suche nach Regina Mehling blieb mehrere Wochen ohne Erfolg. Zwei Tage nach ihrem Verschwinden tauchte der Trabant im Zentrum auf. Der Täter soll mit dem Auto noch etwa 60 Kilometer gefahren sein, bevor er ihn in der Innenstadt abstellte. Er sicherte den Trabi mit einem Ziegelstein am Hinterrad, wie es die Besitzerin stets getan hatte. Die Ermittler gehen daher davon aus, dass der Täter entweder mit dem Opfer bekannt war oder es genau beobachtet hatte. Am 31. Mai 1994 entdeckten die Beamten die Leiche in einer leerstehenden Stallanlage. Die Gebäude befanden sich nur wenige hundert Meter vom Strandbad entfernt auf dem heutigen Gelände des Campingplatzes. Die Tote lag bekleidet unter Bauschutt und leeren Futtermitteltüten im Stall, der inzwischen abgerissen wurde.

Die Polizei geht von einem Sexualverbrechen aus, stellte damals DNA-Proben am Körper der 22-Jährigen sicher, die sie in den folgenden Jahren mit freiwilligen Proben von männlichen Verwandten und Bekannten abglich. Es konnte keinerlei Übereinstimmung festgestellt werden.

Die Justiz-Assistentin soll damals regelmäßig den Studentenclub Kiste besucht haben und viel ausgegangen sein.

Wer Regina Mehling kannte, Angaben zu männlichen Bekannten machen kann, Hinweise aus den Tagen vor dem Mord geben kann, wird gebeten sich der unter Telefonnummer 0395/55822224 zu melden.

Degrassi Katharina

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