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Südvorpommern Große Unterstützung für deutsch-polnisches Projekt
Vorpommern Südvorpommern Große Unterstützung für deutsch-polnisches Projekt
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16:03 07.11.2018
Schirmherrin des Sprachprojekts: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Quelle: Friedemann Kohler/dpa
Pasewalk

Das deutsch-polnische Projekt „Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss“ wird auch nach Ende der EU-Finanzierung fortgesetzt. Dafür haben sich am Mittwoch Stettins Stadtpräsident Piotr Krzystek sowie Vertreter der Landesregierungen aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf einer Tagung in Pasewalk ausgesprochen.

Sprache ist größtes Problem an der Grenze

An dem Projekt des Kreises Vorpommern-Greifswald beteiligen sich inzwischen rund 3400 Schüler und Kita-Kinder an etwa 60 Einrichtungen in Vorpommern-Greifswald und der Uckermark sowie auf polnischer Seite in der Region Stettin.

„Die Sprache ist das größte Problem an der Grenze, aber hier bauen wir europäische Integration vor Ort auf“, erklärte Krzystek. Stettin als größte Stadt der Region werde das fortführen, auch wenn in Polen die Regierung das nicht übernehme. In Polen sei zwar Englisch die erste Fremdsprache für Schüler. „Wir wollen aber, dass der größtmögliche Prozentsatz der Bürger in der Grenzregion sich verständigen kann.“

Lehrerausbildung mit Uni Greifswald geplant

Stettin hat mehr als 400 000 Einwohner, davon allein 56 000 Schüler. Für die Sprachbildung brauche man mehr Lehrer, die diesen deutsch-polnischen Ansprüchen genügen. Eine gemeinsame Lehrerausbildung zusammen mit der Universität Greifswald wird derzeit geplant.

„Wichtig ist, dass die Jugendlichen füreinander Verständnis entwickeln“, sagte Thomas Drescher, Staatssekretär im Potsdamer Bildungsministerium. Nach Angaben des Greifswalder Wissenschaftlers Bernhard Brehmer soll die Sprachbarriere in der Grenzregion langsam verschwinden. EU-Strategie sei, dass die Menschen ihre Muttersprache und zwei Fremdsprachen sprechen.

Sprachausbildung möglichst früh beginnen

Für das Projekt wichtig sei, dass die Nachbarsprachausbildung möglichst früh beginnt und dass sie durchgängig bis zum Abitur laufen kann. „Da haben bisher die Angebote in Grundschulen gefehlt“, sagte Brehmer. Das sei inzwischen behoben. Die Universität soll auch Lehrmaterialien erarbeiten, die auf deutscher Seite bisher fehlten.

An dem Sprachprojekt nehmen unter anderem Kitas und Schulen in Heringsdorf, Zinnowitz, Ducherow, Pasewalk und Löcknitz, in der Uckermark in Hohengüstow und im Amt Gartz/Oder teil. Es läuft bisher bis Mitte 2020, eine Verlängerung von der EU ist bis 2022 avisiert.

Zahl der polnischen Einwohner wächst

Das Sprachprojekt, dessen Schirmherrin Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist, sei auch für die geplante Metropolregion Stettin enorm wichtig, hieß es. Wer die Sprache des Nachbarn spreche, könne auch dessen Kultur verstehen und besser wirtschaftlich zusammenarbeiten.

Nach Angaben von Drescher und des Kreises Vorpommern-Greifswald wächst die Zahl der polnischen Einwohner auf deutscher Seite weiter. So leben schon rund 4000 polnische Bürger zwischen Greifswald und Pasewalk.

dpa/RND/aab

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