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Südvorpommern Philipp Amthor (CDU): Schüler spielen lieber Playstation als zu demonstrieren
Vorpommern Südvorpommern Philipp Amthor (CDU): Schüler spielen lieber Playstation als zu demonstrieren
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09:03 15.03.2019
Der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor (CDU) plädiert für Schülerdemos nach Unterrichtsschluss. Quelle: Gegor Fischer/dpa
Berlin

Die weltweiten Schülerproteste für mehr Klimaschutz sollten nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor erst nach dem Unterrichtsende beginnen. „Politisches Interesse der Schüler finde ich immer gut. Dem können sie aber auch in ihrer Freizeit nachgehen“, sagte der 26-Jährige der „Heilbronner Stimme“. „Bei der Wahl zwischen Unterricht und Klimademos in der Schulzeit entscheiden sich viele für Klimademos. Bei der Wahl zwischen Playstationen und Klimademos am Nachmittag sieht es dann bei manchen aber schon anders aus.“

Seit Monaten demonstrieren auch in Deutschland Jugendliche immer freitags für mehr Klimaschutz. Weltweit sind an diesem Freitag in mehr als 1650 Städten Kundgebungen geplant. Hierzulande sind knapp 200 Proteste nach dem Vorbild der schwedischen Schülerin Greta Thunberg geplant.

Demos für Polizisten würden Eltern nicht befürworten, glaubt Amthor

Amthor richtete auch mahnende Worte an die Eltern: „Dieselben Eltern, die Klimaproteste während der Schulzeit toll finden, würden das vielleicht anders sehen, wenn es sich um Kundgebungen für unsere Polizisten handeln würde.“

Beim Klimaschutz dürften im übrigen wirtschaftliche und soziale Realitäten nicht ausgeblendet werden, sagte er. „Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir eine der modernsten Industrienationen bleiben können, wenn wir unsere Energieversorgung kurzfristig nur aus Luft, Sonne und Kuhmist speisen wollen.“

Kinderhilfswerk: Schüler nicht bestrafen

Das Deutsche Kinderhilfswerk warnte davor, Schüler wegen ihres Einsatzes in der Fridays-for-Future-Bewegung zu bestrafen. Präsident Thomas Krüger sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ angesichts neuer Aktionen an diesem Freitag, den jungen Demonstranten sei zuzugestehen, dass sie zu drastischen Mitteln greifen, weil sie ihre Zukunftschancen in Gefahr sähen. „Was die Kinder und Jugendlichen jetzt am wenigsten gebrauchen können, ist eine juristische Diskussion über die Schulpflicht.“

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Torsten Holtz