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Bauerntag: Debatte zu Wolf und Pflanzenschutz erwartet

Pasewalk Bauerntag: Debatte zu Wolf und Pflanzenschutz erwartet

Was kommt von Seiten der EU auf die Bauern zu? Mit dieser Frage wollen sich Landwirte beim deutsch-polnischen Bauerntag in Pasewalk befassen. Neben dem Pflanzenanbau wird man wegen etlicher Attacken auch am Thema „Wolf“ nicht vorbeikommen, meinen Teilnehmer.

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Ein Wolf.

Quelle: Julian Stratenschulte/archiv

Pasewalk. Aktuelle Probleme in der Agrarpolitik kommen am Mittwoch beim deutsch-polnischen Bauerntag in Pasewalk (Kreis Vorpommern-Greifswald) auf den Tisch. Erwartet werden rund 200 Landwirte, Politiker und Experten für Pflanzenzucht und Verarbeitung organischer Abfälle aus Polen und Deutschland. Nach etlichen Attacken der Wölfe auf Nutztiere in der Region dürfte auch der Umgang mit den Raubtieren generell und speziell mit „auffälligen Wölfen“ diskutiert werden, sagte eine Sprecherin des Kreisbauernverbandes Uecker-Randow.

Der Bauerntag, der im Wechsel in Polen und auf deutscher Seite stattfindet, gilt als wichtiger Erfahrungsaustausch für Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und den Woiwodschaften im Westen Polens. In Pasewalk werden auch der Vorsitzende der polnischen Landwirtschaftskammern Wiktor Smulewicz und Landesagrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) erwartet.

Ein Schafhalter aus Ramin östlich von Pasewalk hatte vor wenigen Wochen als erster Landwirt im Nordosten einen Antrag auf Abschuss eines Problemwolfes gestellt. Das Tier soll trotz Sicherheitszaun mehrfach die Herde des Mannes auf dem Gelände eines Solarparks attackiert und einen Großteil der Schafe getötet haben. Anfangs erklärten sich Landkreis und Landesministerium gegenseitig für „zuständig“, entschieden aber nicht. Schließlich legte das Land fest, dass der Abschuss verschoben und nun erst der Zaun gegen Unterwühlen nochmals verstärkt werden soll.

Bisher war auf Untergrabungsschutz bei Solarparks verzichtet worden, damit Kleinwild wie Hasen oder Igel durchschlüpfen können. Herdenschutzhunde sind auf Solarparks nicht gestattet, damit Techniker immer freien Zugang zu den Anlagen haben. Die bundesweite Vereinigung der Landesschafzuchtverbände fordert eine Bundes-Regelung für den Abschuss von Problemwölfen, da in anderen Bundesländern Umweltverbände solche Abschüsse mit Klagen verhinderten.

Auch Rinderhalter in der Region Pasewalk und in Westmecklenburg fordern nach mehreren Attacken gegen Kälber und Jungkühe ein härteres Vorgehen gegen die sich weiter ausbreitenden Raubtiere. 

dpa/mv

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Nach den neun Wolfsangriffen von Ramin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) seit Anfang Oktober mit mindestens 15 getöteten Schafen wächst der Handlungsdruck auf die Behörden.

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