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Usedom 100 Haus bereitet Saison 2019 vor
Vorpommern Usedom 100 Haus bereitet Saison 2019 vor
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15:33 06.12.2018
Hunderte Jugendliche betteten seit April 2018 im „100 Haus“ am Wolgaster Oberwall ihre Häupter. Quelle: Martin Schröter
Wolgast

Den einstigen Baugewerksmeister Max Heinrichs würde es sicher freuen: Im unter seiner Leitung im Jahr 1901 am Wolgaster Oberwall erbauten Schulhaus finden sich nach einer längeren Pause regelmäßig wieder junge Leute ein. Im April 2018 eröffnete der hübsche Backsteinbau nach erfolgtem Umbau als „100 Haus“ seine Türen (die OZ berichtete). Seither fanden hier hunderte Erholung suchende Schüler ein zeitweises Zuhause.

„Die Schülergruppen, die bisher zu uns gekommen sind und in der Regel für fünf Tage blieben, besuchen die 8. und höhere Klassen“, berichtet Manager Martin Schröter. Die meisten Nachfragen kämen aus den neuen Bundesländern und hier aus dem Raum Berlin, aus Potsdam, Cottbus und Schwerin. „Wenn die Gäste ankommen, werden sie von uns mit einem Stück Kuchen begrüßt. Anschießend besteigen wir den Turm der St. Petri-Kirche, damit die jungen Leute sehen, wo sie sind und die besondere Lage unserer Stadt am Peenestrom einordnen können“, so Schröter. Außerdem habe sich das Erklimmen der 184 Treppenstufen bis zur Aussichtsplattform als ein willkommenes Fitnesstraining erwiesen.

Im „100 Haus“ fänden sich die Besucher stets schnell zurecht. Ob Landwirtschaftsschule, Modeschule oder Hafenschule – alle Zimmer sind gemäß einem speziellen Thema eingerichtet, wobei Schüler des hiesigen Runge-Gymnasiums bei der Gestaltung kreativ mitwirkten.

Bisher beschränke sich das Angebot im „100 Haus“, das über 58 Betten verfügt, auf Beherbergung und Verpflegung. „Es gibt jedoch eine immer stärkere Nachfrage nach Komplettangeboten“, berichtet der Manager. „Das heißt, dass die Gruppen ein Veranstaltungsprogramm am liebsten gleich mitbuchen möchten.“ Perspektivisch bedeute dies für den Gastgeber, dass dieser als Reiseveranstalter fungieren und mit Anbietern von Kultur und Sport in Wolgast und Umgebung intensiver als bisher kooperieren müsse.

Im April wurde am Oberwall das 100-Haus eröffnet. Alle Zimmer sind gemäß einem besonderen Thema gestaltet. Martin Schröter, Manager der Jugendherberge, bilanziert eine erste erfolgreiche Saison.

Mit den Buchungszahlen für 2019 könne man zufrieden sein, so Martin Schröter weiter. „Wir sind Partner von Vermarktern, die sich auf Klassenfahrten spezialisiert haben und ein deutschlandweites Netzwerk unterhalten.“ Bereits jetzt arbeite das „100 Haus“ mit verschiedenen regionalen Partnern zusammen. Foto- und Flecht-Kurse in der Herberge seien ebenso beliebt, wie Kinoabende und auf dem Fährschiff „Stralsund“ angebotene Knotenkurse. Im nahen Familienhotel „Postel“ am Platz der Jugend, das ebenfalls von Martin Schröter gemanagt wird, würden unter anderem die Kesselbar und der Soccerraum mitgenutzt. Auch Ausflüge zum Dreilindengrund, nach Peenemünde oder zu den Sportstränden auf Usedom stünden hoch im Kurs.

Schröter ist sehr daran gelegen, dass sowohl im „100 Haus“ als auch im Postel auch in der kalten Jahreszeit reges Leben herrscht. Daher laden er und seine Mitarbeiter zum Beispiel zu Filmvorführungen und Buchlesungen ein. Der nunmehr dritte Indoor-Adventsmarkt im Postel steht am 16. Dezember von 11 bis 17 Uhr auf dem Programm – mit Plätzchenwerkstatt, Kinderkirchenchor, magischer Musik, Märchenstunde, dem Besuch des Weihnachtsmanns und vielem anderen mehr. Und von Januar bis März kann das alte Postgebäude wieder als „Grand Postel“ komplett gemietet werden.

Am 1. Mai 2014 wurde das Postel am Platz der Jugend eingeweiht. Familien, Schulklassen und Reisegruppen mieten sich regelmäßig ein und genießen das besondere Flair des alten Postgebäudes.

„Besonders habe ich mich gefreut, als Schüler der 12. Klassen des Runge-Gymnasiums bei mir angefragt haben, ob sie im ,100 Haus’ in Eigeninitiative einen weihnachtlichen Kulturabend veranstalten können“, erzählt der Manager. Am 15. Dezember von 17.30 bis etwa 19 Uhr soll die Aula Schauplatz dieses Abends sein. „Das Engagement der Schüler ist gar nicht hoch genug einzuschätzen“, meint Schröter, der sich gern auf solche oder ähnliche Abenteuer einlasse. Denn: „Das ,100 Haus’ ist doch für die jungen Leute da.“

Tom Schröter

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