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Usedom 14-Jährige unter mysteriösen Umständen gestorben
Vorpommern Usedom 14-Jährige unter mysteriösen Umständen gestorben
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00:00 07.06.2016

Schock in der alten Herzogstadt Wolgast: Ein 14-jähriges Mädchen ist am Sonntagmorgen im Haus ihrer Eltern im Kosegartenweg tot aufgefunden worden. Zu den genauen Umständen, unter denen das Mädchen zu Tode gekommen ist, gab es gestern noch keinerlei konkrete Aussagen. Auf der Facebookseite der 14-Jährigen mehrten sich im Laufe des Tages mitfühlende Trauer-Botschaften von Freunden.

Die Staatsanwaltschaft Stralsund bestätigte gestern auf Nachfrage den Tod der Achtklässlerin, die am Runge-Gymnasium Wolgast lernte, betonte aber zugleich, dass zum Feststellen der genauen Todesursache weitere Ermittlungen notwendig seien. Aus diesem Grund waren gestern auch wieder Beamte der Kriminalpolizei im Haus der Eltern, um entsprechende Untersuchungen vor Ort durchzuführen.

In diesem Zusammenhang bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, Oberstaatsanwalt Martin Cloppenburg, die Einleitung eines Verfahrens gegen einen 16-jährigen Jugendlichen, der in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auffällig geworden war und der zum unmittelbaren Freundes- und Bekanntenkreis des Mädchens gehören soll. Der Jugendliche soll kurz vor dem Tod der 14-Jährigen ebenso wie ein weiterer junger Erwachsener (20) mit ihr zusammengewesen sein bzw. die Nacht verbracht haben. Ob dabei Ecstasy oder andere Drogen konsumiert wurden, muss erst noch durch die zuständigen Behörden aufgeklärt werden. In Wolgast wird darüber gemutmaßt.

Nach Informationen dieser Zeitung hatte die 14-Jährige bereits in der Nacht zum Sonntag über Schmerzen und Unwohlsein geklagt. Am Morgen soll sie dann der 20-Jährige leblos vorgefunden haben.

Wiederbelebungsversuche des herbeigerufenen Notarztes blieben offenbar ergebnislos.

Im Runge-Gymnasium Wolgast war gestern Mittag niemand von der Schulleitung für eine Stellungnahme zu erreichen. Nach OZ-Informationen war die Klasse der Schülerin bei Unterrichtsbeginn vom Tod der Klassenkameradin informiert worden. Alle seien geschockt, bestürzt und fassungslos gewesen, viele hätten hemmungslos geweint. Schulpsychologe und Sozialarbeiter kümmerten sich um die Mitschüler, hieß es weiter.

Die Achtklässlerin, die aus einem gut bürgerlichen, angesehenem Elternhaus in Wolgast stammt, hatte erst vor wenigen Wochen im Kreis der Familie Jugendweihe gefeiert. Ihr Leichnam wird nun in der Greifswalder Gerichtsmedizin obduziert; auch toxikologische Untersuchungen machen sich wohl nötig, um belastbare Aussagen zu den genauen Todesursachen machen zu können.

Cornelia Meerkatz und Steffen Adler

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