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1500 Menschen demonstrieren für Kinderstation

Wolgast 1500 Menschen demonstrieren für Kinderstation

Die Stadt Wolgast erlebte am Mittwoch die größte Protestaktion nach der Wende.

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Im April und Mai plant die Bürgerinitiative weitere Protestaktion auf Usedom und in Wolgast.

Quelle: Tilo Wallrodt

Wolgast. Der Protest gegen die ab 2016 beabsichtigte Schließung von Teilen des Krankenhauses in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) nimmt immer stärker zu. Am Mittwoch demonstrierten rund 1500 zumeist junge Bewohner aus Wolgast und von der Insel Usedom für den Erhalt der Kinderstation, der Gynäkologie und der Geburtshilfe, die allesamt in das Ameos-Klinikum nach Anklam verlagert werden sollen.
  
 Die beeindruckende Demo führte vom Hafenbahnhof bis zur Klinikeinfahrt, wo die Teilnehmer ihre Forderung zum Erhalt der Abteilungen hinausschrien.
  
 „Unser Ruf kann von den Verantwortlichen in Schwerin und von der Krankenhausleitung nicht überhört werden“, rief Karl-Heinz Schröder (CDU), Vorsteher des Amtes Usedom Süd. Ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung sei für für die Einheimischen und die Urlaubsregion existenziell wichtig. Und: „Dabei kann nicht rein betriebswirtschaftlich gedacht werden.“
 Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer in MV, bezweifelte, dass die Kinderstation in Anklam überhaupt eine Zukunft habe. „Die dortige Krankenhausleitung hat es in den vergangenen vier Jahren nicht geschafft, einen Pädiater in Anklam sesshaft zu machen“, sagte er und rief zu zivilem Ungehorsam auf: “Wenn die in Schwerin uns nicht zuhören, dann müssen wir die Insel eben mal mit einer Menschenkette dichtmachen und uns anketten, so wie vor den Atomkraftwerken."
  
 Um ein Hoffnungszeichen zu setzen, ließen die Kinder und Jugendlichen auf Kommando hunderte Luftballons in den Wolgaster Himmel steigen - mit einem Wunschzettel zum Erhalt ihres Krankenhauses.

 

Von Tom Schröter

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