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Usedom ARD: Patrouillenboote aus MV bei Jemen-Blockade eingesetzt
Vorpommern Usedom ARD: Patrouillenboote aus MV bei Jemen-Blockade eingesetzt
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20:06 11.09.2018
Patroulienboote im Peenestrom bei Wolgast: Die in MV gebauten Schiffe sollen mutmaßlich Saudi-Arabiens Seeblockade gegen den Jemen unterstützen. (Archivfoto) Quelle: Tilo Wallrodt
Berlin/Wolgast

In Wolgast gebaute Schiffe sollen mutmaßlich Saudi-Arabiens Seeblockade gegen den Jemen unterstützen. Das ergaben Recherchen des ARD-Politmagazins report München, des „Stern“ und der Menschenrechtsorganisation ECCHR.

Trotz solcher Vorwürfe, die von Kritikern schon seit längerem erhoben werden, erlaube die Bundesregierung weiterhin die Lieferung von Patrouillenschiffen der Lürssen-Werft aus Wolgast an Saudi-Arabien, heißt es in den Berichten. Zurzeit liegen im Hafen von Mukran die Küstenwachboote „Al Mujmaah“ und die „Damad“ an der Kaimauer und werden für den Weitertransport nach Saudi-Arabien vorbereitet.

Experten des UN-Menschenrechtsrats haben Ende August in einem offiziellen Bericht Saudi-Arabien und seine Militärallianz scharf für „Kriegsverbrechen“ im Jemen kritisiert. Die Experten riefen auch dazu auf, die Seeblockade des Jemen endlich zu beenden. Report, „Stern“ und ECCHR haben den Weg von Transportschiffen nachrecherchiert, die von der UN kontrolliert und für die Fahrt in den Jemen freigegeben wurden. Diese freigegebenen Schiffe wurden dennoch von den Saudis wochen- oder monatelang umgeleitet und in Häfen entlang der saudischen Küste festgehalten. Dabei zeigt sich, dass die saudische Küstenwache die Patrouillenboote aus Deutschland zeitweise in den gleichen Häfen stationiert hat, in denen offenkundig auch Schiffe mit zivilen Lieferungen für den Jemen festgehalten wurden. Indirekt tragen die Boote also womöglich zu der von den UN-Experten so scharf kritisierten Seeblockade bei.

Holger Grohe

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