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Abguss der Glocke „Dank“ hautnah erlebt

Karlsruhe/Wolgast Abguss der Glocke „Dank“ hautnah erlebt

Eine Abordnung der Wolgaster Kirchengemeinde St. Petri fuhr zur Glockengießerei nach Karlsruhe

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Das geschmolzene Material gelangt über Rinnen zur Glockenform. Die Gäste aus Wolgast konnten in Karlsruhe beim Abguss live dabei sein. FOTOS: privat

Karlsruhe/Wolgast. Einem genauso seltenen wie beeindruckenden Schauspiel konnten 15 Frauen und Männer der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri aus Wolgast beiwohnen.

OZ-Bild

Eine Abordnung der Wolgaster Kirchengemeinde St. Petri fuhr zur Glockengießerei nach Karlsruhe

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Sie erlebten am vergangenen Freitag in der Werkstatt der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe hautnah den Abguss der Glocke „Dank“ mit dem Ton „d“. Diese Glocke soll das künftige Geläut des Wolgaster Gotteshauses komplettieren.

„Es war eine sehr interessante und emotionale Sache; bei mehreren Anwesenden rollten sogar Tränen“, berichtet Ulrich Kober vom Gemeindebüro. Den Gästen aus Vorpommern wurden die einzelnen Vorbereitungsschritte für den Abguss demonstriert, wobei die Geschäftsführerin der Traditionsgießerei, Christiane Bachert, persönlich Erläuterungen gab.

Demnach werden insgesamt drei aus mit Stroh und Pferdemist angereichertem Lehm bestehende Formen übereinander aufgebaut und gebrannt. Getrennt sind die Formen durch eine Asche- beziehungsweise Rindertalgschicht. Auf die mittlere, die so genannte falsche Glocke, wird die Glockenzier „Dank“ und „Evangelische Kirchengemeinde St. Petri zu Wolgast Anno Domini 2016“ aus Wachs aufgebracht. In der feinen Innenschicht der äußeren Mantelglocke drückt sich der Negativabdruck der Glockenzier ein. Später wird die falsche Glocke zerschlagen, der entstandene Hohlraum füllt sich beim Guss mit flüssiger Bronze. Laut Kober besteht diese im Falle der Wolgaster Glocke zu 78 Prozent aus Kupfer und zu 22 Prozent aus Zinn.

Einer alten Tradition folgend, erfolgte der Guss freitags um 15 Uhr, der Sterbestunde Jesu. „Es war eine feierliche Atmosphäre mit Gebeten und Liedern“, schildert Kober. „Wir sangen gemeinsam ,Großer Gott wir loben dich’ und ,Nun danket alle Gott’.“ Zu Gesicht bekamen die Nordlichter die neue Glocke noch nicht, da diese 14 Tage lang in der Form auskühlen muss. Entweder kurz vor Weihnachten oder aber Anfang Januar soll der Klangkörper in Wolgast eintreffen. Die übrigen vier Glocken mit den Namen „Glaube“, „Hoffnung“, „Liebe“ und „Lob“, die von der Petrus-Gemeinde in Kassel stammen, liegen bereits seit 2012 in der Kirche. Für den Einbau des Geläuts fehlt noch etwas Geld.

ts

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