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Usedom Abraham tankt Kondition an Usedoms Strand
Vorpommern Usedom Abraham tankt Kondition an Usedoms Strand
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04:36 08.03.2013
Er liebt Usedom: Arthur Abraham bereitet sich gegenw�rtig in Zinnowitz auf seinen n�chsten WM-Kampf in Magdeburg vor. Quelle: Andreas Dumke

Unberührte Natur, gesunde Ostseeluft und Wellnessmöglichkeiten „an jeder Ecke“ — das sind einige der großen Pfunde, mit denen die Insel Usedom wuchern kann. Immer wieder treibt es Spitzensportler aus dem In- und Ausland auf Deutschlands Sonneninsel Nummer 1. Aktuell bereitet sich gerade Boxweltmeister Arthur Abraham in Zinnowitz auf seinen kommenden WM-Kampf vor.

Der mittlerweile 33-jährige Abraham verweilt insgesamt drei Wochen im Ostseebad und befindet sich momentan mitten in der Sparringsphase, wie sein Trainer Ulli Wegner erzählt. „Zuvor waren wir eine Woche in Kienbaum. Jetzt arbeiten wir hier an der Strategie und der richtigen Taktik für den bevorstehenden Kampf. Nebenbei haben wir jetzt ja auch ein Riesenglück mit dem Wetter. Das ist perfekt für Training und Läufe am Strand“, so der 70-jährige Erfolgstrainer, der mit Schützlingen wie Arthur Abraham, Markus Beyer, Marko Huck und Sven Ottke schon jede Menge Erfolge verbuchen konnte.

Ganz nebenbei outete er sich auch als Fußballfan: „Auch dort kommt es ähnlich wie beim Boxen neben dem Talent auch auf die richtige Taktik an.“ Und an der richtigen Strategie wird beim Training in der Zinnowitzer Sportschule nun unentwegt gearbeitet. Bis zu dreimal am Tag bekommt Abraham die ab und an auch mal harte Hand seines Trainers zu spüren: „Manchmal wird es auch etwas lauter zwischen uns. Aber es ist eher so etwas wie eine Vater-Sohn-Beziehung. Da gibt es ja auch manchmal Streit. Ohne den nötigen Respekt zum Trainer ist man als Boxer verloren“, sagt der amtierende WBO-Weltmeister. Selbst als mehrfacher Welt- und Europameister muss man ständig am Ball bleiben um die Form zu halten, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Auch der Weltmeisterschaftsrückkampf gegen Robert Stieglitz am 23. März in Magdeburg wird sicher wieder harte Arbeit. „Stieglitz gilt als Tempoboxer. Er wird Arthur von Beginn an unter Druck setzen.

Da müssen wir den richtigen Hebel finden, um zu kontern. Darauf arbeiten wir hin“, sagt Wegner. Zu diesem Zweck wurden extra Sparringspartner verpflichtet, die dem Stil von Stieglitz nahe kommen. Und wenn sich darunter Freunde oder Bekannte befinden? „Da ist Professionalität gefragt. Beide Seiten haben sich fürs Boxen entschieden und wissen, was sie tun. Das muss man sportlich nehmen.“

Seine ersten Sporen im Profiboxen verdiente sich Abraham selbst als Sparringspartner von Sven Ottke. Dies war übrigens auch seine erste Berührung mit Usedom: „Als ich damals aus dem Hotelfenster sah und die Ostsee erblickte, war es um mich geschehen. Seitdem komme ich immer wieder gern hier her. Die Luft ist toll, das Hotel schön und die Trainingsbedingungen perfekt“, nennt Abraham weitere Gründe.

Den Gerüchten, dass er in Zukunft wieder im Mittelgewicht antreten will, erteilte er übrigens eine Absage: „Das schaffe ich nicht mehr. Ich habe von Hause aus wenig Fettgewebe, so dass es zu anstrengend wäre, das Gewicht wieder zu reduzieren.“ Neben dem Boxen engagiert sich der gebürtige Armenier übrigens auch in sozialen Fragen. Mit Hilfe seiner Stiftung hilft er vornehmlich behinderten Kindern in seinem Heimatland und in Deutschland mit Kleidung.

Apropos Kinder: Wie sieht es im Hause Abraham eigentlich mit der Familienplanung aus? „Konkret ist noch nichts. Ich möchte später einmal fünf Kinder haben, so eine richtige Großfamilie. Am liebsten wären mir drei Söhne.“

Andreas Dumke

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