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Usedom Adler-Schiffen droht erneut Verlust der Pier
Vorpommern Usedom Adler-Schiffen droht erneut Verlust der Pier
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12:35 24.03.2014
Insel Usedom

An den August des vergangenen Jahres erinnert sich der Betriebsleiter der Adler-Schiffe, Alwin Müller, nur ungern. „Wir fühlten uns damals wie in einem Wanderzirkus. Über Nacht mussten wir unsere Anlegestelle im Swinemünder Haupthafen räumen und uns eine neue Stelle suchen, an der unsere Schiffe anlegen konnten.“

Nun sitzen die Mitarbeiter der Insel- und Hallig-Reederei wieder auf gepackten Koffern. Denn die Genehmigung zur Aufstellung der drei Abfertigungscontainer an dem provisorischen Pier läuft am 22. Februar aus, informierte auf Nachfrage der Chef der Reederei, Sven Paulsen. Zwar habe der Eigentümer der Pier, die Firma Port-Hol, längst bei den polnischen Behörden eine Verlängerung beantragt, jedoch sei diesbezüglich noch keine Entscheidung gefallen. Wie bereits im Sommer 2001 sind auch diesmal die Argumente der polnischen Seite, die Anlegestelle in Frage zu stellen, für Müller fadenscheinig. „Es geht wieder einmal um Sicherheitsbedenken. Seit dem wir uns hier in Swinemünde engagieren, gab es keine Unfälle. Die Nähe zur Tankstelle ist für mich kein Argument, sondern nur ein Vorwand. Denn nahe unserer Pier fährt auch die Swinemünder Stadtfähre ab“, so der Betriebsleiter.

Mit dem Bau eines neuen Abfertigungsterminals will die deutsche Reederei endlich Tatsachen schaffen. „Die nötigen Bauunterlagen sind eingereicht.“ Rund 150 000 Euro sollen im Swinemünder Hafen investiert werden. „Wenn bis Ende Februar keine Entscheidung fällt, hängen wir in der Luft“, befürchtet Müller. Derzeit verkehrt von der Reederei zwischen den beiden Ländern nur die Adler-Dania. Die anderen Schiffe werden in der Stralsunder und Wolgaster Werft überholt. Ab März soll wieder der Sommer-Fahrplan greifen.

Hinter der Aktion vermutet Sven Paulsen eine polnische Reederei, die von der Stadt Swinemünde den Nordhafen gepachtet hat. „Dort sollen wir hin, um dann abkassiert zu werden. Man versucht uns mit allen Mitteln zu verdrängen“, beklagt Paulsen, der einen Umzug ablehnt. Denn für die Touristen sei die Nähe zum Zentrum wichtig. „Wer denkt denn an die Arbeitsplätze, die an der Fahrgastschifffahrt hängen. Wir beschäftigen zahlreiche Polen. Die Taxifahrer, Händler und Gewerbetreibenden jenseits der Grenze partizipieren doch auch von den Passagieren“, so Betriebsleiter Müller. „Man kann doch nicht pausenlos umziehen.“



HENRIK NITZSCHE

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