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Ärger über Kakerlaken im Wohnblock

Swinemünde Ärger über Kakerlaken im Wohnblock

Bewohnerin sammelt Essensreste und sorgt so für Ungeziefer im Haus / Eigentümer will sie jetzt rausklagen

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Der Eigen- tümer ist hier in der Pflicht.“Rafal Slósarek, Kreis-Hygieneinspektor

Swinemünde. Die Einwohner des Wohnblocks 39 D in der Matejki-Straße sind deprimiert. Kakerlaken haben das ganze Treppenhaus befallen und kommen bis in die Wohnungen. Das alles passiere nur, weil eine Bewohnerin Abfälle und Essensreste sammelt und in ihre Wohnung bringt.

OZ-Bild

Bewohnerin sammelt Essensreste und sorgt so für Ungeziefer im Haus / Eigentümer will sie jetzt rausklagen

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Versuche, dem Ungeziefer Herr zu werden, scheiterten bislang. Das Problem kennen die Hausverwaltung und die Hygiene- Inspektion der Stadt. „Meine Nervenkraft ist am Ende. Das Ungeziefer läuft durch das ganze Treppenhaus. In meiner Wohnung habe ich die Decke mit Klebeband bestückt. Der Gestank, der im Treppenhaus herrscht und in die Wohnungen eindringt, ist furchtbar. So kann man nicht leben”, beklagt sich ein Bewohner des Wohnblocks in der Matejki-Straße.

In der Hygieneinspektion wird der Vorfall bestätigt. Von dort heißt es allerdings, dass unter ihrer Aufsicht nur die Gebäudeteile stehen, die von den Bewohnern gemeinsam benutzt werden: Treppenhaus, Keller und Trockenraum. Eine Kontrolle in den Wohnungen sei ausgeschlossen. Der staatliche Kreis-Hygieneinspektor, Humanmediziner Rafal Slósarek versichert aber, dass er auf jede Intervention reagiert, die die Kakerlaken in dem Gebäude betreffen. „Der Eigentümer, Besitzer oder Verwalter ist dazu verpflichtet, das Wohngebäude in einem angemessenen Hygienezustand zu erhalten, um Infektionen und Krankheiten vorzubeugen“, erklärt Slósarek.

Verwalter des Wohnblocks ist die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) „Slowianin”. Nur sie darf rechtlich gegen Bewohner verwahrloster Wohnungen vorgehen. Denn die Angst im Aufgang ist groß, dass der gesamte Wohnblock vom Ungeziefer befallen werden könnte.

Die WEG hat inzwischen reagiert: Im Treppenhaus und in mehreren Wohnungen wurde Desinfektionsmittel eingesetzt. Die Situation verbesserte sich aber nur für eine kurze Zeit. Das Problem: Die Frau, die den Müll sammelt, habe Eigentumsrecht an der Wohnung.

„Mehrere Versuche, die Bewohnerin zur Räumung der Wohnung zu zwingen und ihre vier Wände einer Desinfektion zu unterziehen, sind bislang gescheitert. Die Frau lässt niemanden in ihre Wohnung. Wir desinfizieren Gebäudeteile, jedoch ohne den Kakerlaken-Herd zu beseitigen. Das ist unser Problem“, heißt es in einer Stellungnahme von WEG „Slowianin”.

Die Gesellschaft hat verschiedene Lösungsversuche in Zusammenarbeit mit dem Stadtzentrum für Familienhilfe, der Hygieneinspektion, dem Stadtamt Swinoujscie und mit anderen Institutionen unternommen. Weil die betreffende Person aber weiter uneinsichtig ist, könne das Problem nicht gelöst werden. Deshalb zog die WEG nun vor Gericht, um den Zwangsverkauf der Wohnung zu beantragen. In erster Instant habe die WEG gewonnen, die Gegenseite hat aber Berufung eingelegt. „Wir möchten das Verfahren möglichst beschleunigen. Wir sind überzeugt, dass wir auch in zweiter Instanz ein Gerichtsurteil erhalten. Bis dahin können wir uns bei den Bewohnern für die Unannehmlichkeiten nur entschuldigen”, versichert die WEG.

Einen Film über das Ungeziefer in dem Treppenhaus des Wohnblocks in der Matejki-Straße kann man im Internet sehen: https://www.youtube.com/watch?v=tPYgc4aRGF4.

Radek Jagielski

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