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Usedom Ahlbeck: Ferienwohnungen in der ersten Reihe
Vorpommern Usedom Ahlbeck: Ferienwohnungen in der ersten Reihe
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00:01 30.04.2016
Hier eine Visualisierung des Bauvorhabens „Strandterrasse“ in Ahlbeck. Darstellung: M & S Massivhaus GmbH

Eine Investruine an der Ahlbecker Promenade könnte nun verschwinden. Mit einer Mehrheit haben die Heringsdorfer Gemeindevertreter am Donnerstagabend das neue Konzept für die „Strandterrasse“ gegenüber der historischen Ahlbecker Seebrücke durchgewunken. Statt eines ursprünglich geplanten Hotels sollen an dieser exponierten Stelle nun 69 Appartements entstehen. Eigentümer ist die Firma M & S Massivbau GmbH aus Magdeburg, dessen geschäftsführender Gesellschafter Frank Mätzold seit gut fünf Jahren — die Inter-Krankenversicherung hatte aufgegeben — versucht, das Areal zu bebauen. Vor der Abstimmung im Heringsdorfer Parlament war er noch unsicher, denn im Bauausschuss gab es zur „Strandterrasse“ eine Patt-Situation. Zwei waren dafür, zwei dagegen und zwei enthielten sich.

Gemeindevertreter ebnen Weg für Konzept „Strandterrasse“ / Geplant sind 69 Appartements

Nun kann der neue B-Plan Nr. 58 „Sondergebiet Fremdenverkehr An der Seebrücke Ahlbeck“ entwickelt werden. Zu den 69 Appartements kommen im Erdgeschoss ein Restaurant, Café und Ladengeschäfte dazu.

Mit den reduzierten Zimmer- und Bettenkapazitäten — beim Hotel war von 110 Zimmern die Rede — geht zugleich eine Verminderung der nachzuweisenden Stellplatzkapazitäten für Pkw einher. Statt 133 Stellplätze sollen es laut Plan nur noch 92 werden.

Wie umstritten das Projekt aber ist, zeigte am Donnerstagabend die Diskussion. Für Frank Lettner (BI) ist die Bestätigung des neuen Konzeptes das „falsche Signal der Gemeinde. An die Adresse von Investoren könnte es jetzt heißen, kauft in der Gemeinde Heringsdorf ein Grundstück und lasst es so lange vergammeln, bis du das hast, was du willst. Für mich gehört da ein Hotel hin“, so der Gemeindevertreter. Vom ursprünglich geplanten Hotelprojekt hätte der Investor aus Wirtschaftlichkeitsgründen Abstand genommen. In Aussicht gestellte Fördermittel kamen nicht. „Bei der öffentlichen Auslage des Vorentwurfs gab es nicht unerhebliche Widersprüche“, ging Heringsdorfs Bauamtsleiter Andreas Hartwig auf eine weitere Schwierigkeit ein. Der Verkehrslärm soll bei den eingegangenen Stellungnahmen auch eine Rolle gespielt haben.

Helmut Friedrich (UWG) kritisierte, dass an diesem Standort weitere Ferienwohnungen entstehen. „An dieser Stelle hätte ich mir ein Hotel im Vier-Sterne-Plus-Sektor gewünscht“, so der Bansiner Abgeordnete.

Dass an diesem Platz endlich etwas passiert, befürwortet dagegen Tobias Wessoly (HGV Kaiserbäder). Auch die Abgeordnete Petra Arnhold steht hinter den Bauplänen. „Wichtig ist aber, dass das Restaurant und die Ladengeschäfte auch kommen.“

Frank Mätzold betonte gestern auf Nachfrage, sein Projekt auch so umzusetzen, wie es das neue Konzept aussagt. Im nächsten Jahr soll Baubeginn für den Fünf-Geschosser sein. „Wenn ich natürlich Baurecht habe.“ Parallel wolle der Magdeburger die Planung forcieren, „um dem Seebrückenvorplatz ein neues Gesicht zu geben“.

Von Henrik Nitzsche

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