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Usedom Ahlbeck: Historische Bademode mit Baby, Opa und James Bond
Vorpommern Usedom Ahlbeck: Historische Bademode mit Baby, Opa und James Bond
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00:00 28.07.2016
Haben gut lachen: Jördis Elise (9 Monate) mit Opa Ralf Werner vor der historischen Uhr. Quelle: Henrik Nitzsche

Ob züchtig oder freizügig, bunt oder dezent einfarbig – für einen stilvollen Auftritt am Strand braucht es die richtige Bademode. Den Durchbruch des Bikinis verbindet der Ahlbecker Jürgen Kraft mit seinem Lieblingsfilm aus der 007-Reihe „James Bond jagt Dr. No“. Denn in einer Szene kommt das Bond-Girl Ursula Andress im Bikini aus dem Wasser. Das hat den leidenschaftlichen Sammler von historischen Badekostümen damals fasziniert. Bond-Girls wurden danach andere – bei Kraft ist die Liebe zu den Bademoden geblieben.

Wer braucht ein Kostüm?

Wann? Am 31. Juli um 17 Uhr

Wo? Die historische Bademodenschau findet zwischen der Ahlbecker Seebrücke und dem Vorplatz statt.

Bademodenausleih: Ab 14 Uhr kann bei Jürgen Kraft hinter der Ahlbecker Kurmuschel historische Bademode ausgeliehen werden. „Ich bringe alles mit, die Gäste können sich was aussuchen.“

Für ihn sind die Badeanzüge aus Baumwolle, die Bikinis aus Frottee oder die Männerbadehosen mit Reißverschlusstaschen Zeitgeschichte, die er in den Kaiserbädern lebendig macht. Und zwar mit Bademodenschauen in historischen Kostümen. Im vergangenen Jahr brachte er 87 Anhänger dieser nostalgischen Teile auf die Plattform der Ahlbecker Seebrücke.

Am Sonntag, wenn Kraft wieder seine historischen Badesachen auspackt, sollen es noch mehr werden. „Unser Ziel sind 105 Teilnehmer, die sich in historischer Bademode präsentieren“, sagt der Ahlbecker.

105 – weil in diesem Jahr die wohl einzigartige Jugendstiluhr auf dem Seebrückenvorplatz in Ahlbeck ihren 105. Geburtstag feiert. 1911 schenkte sie ein Badegast der Gemeinde. „Als Hommage an die Uhr wollen wir sie bei unserer 4. Historischen Bademodenschau einbauen und einen neuen Teilnehmerrekord aufstellen“, kündigt der Veranstalter an. Von der Seebrücke Ahlbeck zieht der Tross in den Badeanzügen, die mitunter viele Jahre auf Dachböden schlummerten und auf Flohmärkten zu finden waren, bis zur Uhr und zurück. „An der Uhr steht ein großes historisches Badebild, vor dem sich die Teilnehmer fotografieren lassen können“, sagt Kraft, der für das beste selbstgeschneiderte Kostüm in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb der Kaiserbäder einen Preis ausgelobt hat.

Zu den jüngsten Teilnehmern dürfte Jördis Elise Werner zählen. Sie ist neun Monate und gut gerüstet – ihre Oma Regina Werner hat ihr dafür extra einen rot-weißen Badeanzug gehäkelt. Jördis’ Mama Silke und Papa Christoph leben in Konstanz an der Grenze zur Schweiz und sind gegenwärtig bei den Großeltern auf Usedom zu Besuch. „Weil wir für die Zeit der Modenschau keinen Babysitter hatten, nehmen wir Jördis Elise jetzt einfach mit“, sagt Silke Werner, deren Eltern mit Jürgen Kraft befreundet sind. Und wenn schon Oma, Opa und die Eltern am Sonntag in historische Badesachen schlüpfen, dann soll es auch der jüngste Sprössling der Familie Werner tun.

Henrik Nitzsche

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