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Alkohol und Raserei sind Hauptunfallursachen

Greifswald Alkohol und Raserei sind Hauptunfallursachen

Die Polizei musste im vergangenen Jahr 8444 Unfälle aufnehmen.

Greifswald. 8444 Unfälle musste die Polizeiinspektion Anklam im vergangenen Jahr aufnehmen. Das sind zwar knapp 300 Unfälle weniger als noch im Jahr 2011, „aber jeder Unfall ist einer zu viel“, sagt Polizeichef Gunnar Mächler. Als Hauptunfallursachen seien erneut Alkohol und Raserei ausgemacht worden, teilt er mit. Der Alkoholpegel, den die Fahrer, dabei intus hätten, sei oft sehr hoch. „Fahrer, die mit zwei bis drei Promille unterwegs sind, stellen im Landkreis Vorpommern-Greifswald keine Seltenheit dar. Und manch einer hält sich damit immer noch für fahrtüchtig“, schildert Mächler.

Aber der Alkoholkonsum sei in Vorpommern generell sehr hoch, so dass die zahlreichen Promillefahrten für die Polizei nichts Ungewöhnliches seien. „Das belegen auch die 4000 durchgeführten Verkehrskontrollen.

Von knapp 200 000 kontrollierten Fahrern waren 500 alkoholisiert unterwegs“, sagt Gunnar Mächler. Gleiches gelte für die Raserei. Fast 8000 Kraftfahrer war zu schnell.

Unter den Verunglückten ist der Anteil der jungen Fahrer auch im vergangenen Jahr sehr hoch gewesen. 959 Unfälle mit jungen Leuten wurden gezählt. dabei verunglückten fünf von ihnen tödlich.

Statistisch gesehen war jeder 9. Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren in einen Crash verwickelt. Deutlich weniger geworden sind nach Mächlers Aussage die Diskounfälle. Hier würden junge Leute umsichtiger agieren und rechtzeitig einen Fahrer in der Gruppe bestimmen, der dann den ganzen Abend nichts trinkt und alle sicher wieder nach Hause bringt.

Dafür gab es jedoch einen enormen Anstieg der sogenannten Baumunfälle: 2011 waren es 92 Unfälle, im vergangenen Jahr bereits 142. Dabei kam ein Mensch ums Leben. Eine besonders große Zunahme dieser Unfallart ist im Bereich des Polizeireviers Wolgast zu verzeichnen. Im Jahr 2011 waren es 21 solcher Unfälle, im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl auf 49! Ähnlich heftig ist in diesem Revier der Anstieg der Wildunfälle von 313 auf 503. „Wildunfälle tragen mit 27,1 Prozent zur Gesamtunfallbilanz bei. Deshalb ist jeder Kraftfahrer gefordert, besonders gut aufzupassen, wenn Wild die Straße quert“, betont der Polizeichef.

Immer noch auf einem hohen Niveau liegen die Zahlen für das unerlaubte Entfernen vom Unfallort: 1342 Mal war das Fall. Damit suchte jeder 6. Fahrer nach einem von ihm verursachten Personen- oder Sachschaden das Weite. Immerhin 36,1 Prozent dieser Straftaten, also über ein Drittel, konnte dennoch aufgeklärt werden“, sagt Ortrun Schwarz, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Anklam.

Cornelia Meerkatz

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