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Usedom Alle laut im Chor: Eins, zwei, Feuer frei!
Vorpommern Usedom Alle laut im Chor: Eins, zwei, Feuer frei!
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00:00 17.10.2016

Peter Usemann nahm schon zur Begrüßung das Resultat vorweg: Auch 2017 soll es wieder Pyro Games am Strand des Ostseebades geben. Dann höchstwahrscheinlich zu einer etwas freundlicheren Jahreszeit; im Fokus hat er den 12. August. Denn die Premiere wurde just am Samstagabend von nervigem, stundenlangem Dauer-Nieselregen eingetrübt. Doch das tat den ausgemachten Profis sämtlicher beteiligter Firmen keinen Abbruch. Sie legten eine starke, überzeugende Show auf, die das Publikum immer wieder begeisterte. Die Veranstalter sprachen am Ende von mehr als 3000 zahlenden Gästen. Mit dem Ruf „Eins, zwei, Feuer frei“ hatten die Massen den Startschuss gegeben.

Drei Höhenfeuerwerke unterschiedlicher Unternehmen aus Quickborn bei Hamburg, Berlin und dem sächsischen Pirna zauberte ab 20 Uhr farbenprächtige Brillianz an den wolkenreichen Oktoberhimmel.

Musiksynchron gestaltet und voller Abwechslungen, was Farben, Höhen und Spezialeffekte anbelangt. Da waren unzweifelhaft top ausgebildete, kreative und und erfahrene Pyrotechniker am Werke, die ihr Handwerk verstehen. Wie am Abend zu hören war, dauert die Ausbildung dazu künftig nach einem neuen EU-Standard dreieinhalb Jahre. „Dann muss man noch etwas praktische Erfahrung sammeln, bevor damit zu beginnen ist, eigene Feuerwerke zu zünden“, berichtete Jürgen Matkowitz von Apollo Arts.

Mit seiner Inszenierung holte er am Ende des langen und feuchten Abends den goldig glänzenden Pokal des Gewinnerteams, der bei jedem Duell aufs neue vergeben wird. Rang zwei ging an die Hanse Pyroshows aus Quickborn, Dritter wurden die Feuerwerker des Teams Kürbs aus Pirna. Doch das zwar zweitrangig. Viel wichtiger: Die gesamte Crew und alle Technik funktionierten ohne jeglichen Ausfall oder Schaden. „Denn für uns waren das sehr ungewohnte Bedingungen, direkt am Strand“, bilanzierte gestern Andreas Owerk, Magdeburger Geschäfstführer der Pyro Games.

Das betraf auch die Live-Acts auf der Bühne und davor. Um aufwärmende Rhythmen mühten sich die „Bumms Boys“ aus Rostock, etwas härtere Musik boten dann „Rose Bogeys“ mit zahlreichen eigenen Blues-Rock-Nummern. Für einen bemerkenswerten Showact vor der Bühne sorgten zwei junge Dresdner, die unter dem Namen 360GradEvent firmieren und nahezu europaweit für solche und ähnliche Events gebucht werden. Das funktioniert nur, wenn die Leistung stimmt. Sie tat es.

Das Publikum zeigte sich sehr angetan von dieser erstmals im Herbst offerierten Show. „Wir freuen uns auf die Feuerwerke und sind gern von Benz hierher gekommen“, sagten Lothar Lenz und Olaf Baranowski, die mit ihren Partnerinnen Glühwein testeten. Auch bei kühleren Temperaturen gut gelaunt zu feiern, kennen sie vom Benzer Rumpottmarkt ja seit Jahren. Zu den Einheimischen von der Insel hatten sich am Abend erstaunlich viele Gäste aus allen Himmelsrichtungen gesellt. „Prima, dass auch im Herbst solche Höhepunkte auf Usedom geboten werden“, sagte eine Brandenburger Familie, die nicht nur Decken und Planen, sondern auch reichlich Mürzen, Schals und Regenschirme mit an den Strand gebracht hatte.

Für die Veranstalter begann noch in der Nacht mit Hilfe von Lampen und geeigneter Fahrzeuge der aufwendige Abbau der gesamten Technik. „Das geschieht alles Hand in Hand“, sagt Owerk. Schon am nächsten Wochenende geht’s ans Ostragehege nach Dresden, Saisonschluss ist dann am 30. Oktober in Leipzig.

Steffen Adler

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