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Usedom Als Gast kommen, als Fan abreisen
Vorpommern Usedom Als Gast kommen, als Fan abreisen
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00:05 17.05.2017
Diskussionsfreudiges Podium: v.l. Thomas Heilmann (Kurdirektor Kaiserbäder), Sebastian Ader (TVIU-Chef), Matthias Wolters (Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern), Uwe Wehrmann (Hotelier) und Alexander Birkholz (Strandkorbvermieter). FOTOS (2): STEFFEN ADLER

Gibt es Möglichkeiten einer hochwertigeren Strandversorgung als bislang? Und existiert die Chance einer Bebauung der Dünen, etwa mit Promenadenanlagen?

Projekte

Weitere Vorhaben, die in Heringsdorf bereits angeschoben wurden, sind laut Kurdirektor Thomas Heilmann unter anderem das Ahl-

becker Haus der Erlebnisse (ehedem Haus der Erholung), die Entwicklung des Grenzstreifens zwischen Swinemünde und Ahlbeck sowie ein Baumwipfelpfad im Heil- und Erholungswald.

Ja, im Prinzip ist das möglich, aber nach genauer Maßgabe der örtlichen Bedingungen und nur im Einklang mit dem Küsten- und Naturschutz. Das dürfte für Zuhörer des gestern erneut im Steigenberger Grandhotel & Spa veranstalteten Touristiker-Talks das greifbarste Resultat von zwei Stunden Debatte unter Fachleuten der Insel gewesen sein.

Sebastian Ader (Chef des Tourismusverbandes) ging – wie Kurdirektor Thomas Heilmann und Hotelier Uwe Wehrmann sowie Strandkorbverleiher Alexander Birkholz – in die Offensive. Usedom müsse neue Qualitäts- und Verkaufsversprechen liefern, um Gäste wieder oder erstmals anzulocken. Das können neue, attraktive Offerten sein, müssen es aber nicht. Heilmann machte deutlich, dass es in den Kaiserbädern bereits Ideen, Projekte und Verfahren gibt, die auf den Weg gebracht worden sind: das Fischereierlebniszentrum in Bansin, der Umbau der alten Bibliothek zur (künftig womöglich einzigen) Tourismuszentrale, einen Kaiserbädererlebnispfad und einen Yachtanleger am Kopf der Heringsdorfer Seebrücke, für den seit 14 Tagen die Zustimmung des Eigners vorliegt. Bei allen Ideen einte die deutschen Touristiker und Barbara Michalska (Vize-Stadtpräsidentin von Swinemünde), dass der deutsch-polnische Wettbewerb der Hotels und Restaurants die gegenseitige Werbung ebenso wie gemeinsame Projekte keinesfalls ausschließen sollte. Die Polin nannte dafür ausdrücklich den Flughafen Heringsdorf. Beide Seiten sollten von den natürlichen Gegebenheiten der Insel genau so profitieren wie von neuen Höhepunkten, etwa dem in Aussicht gestellten Ozeaneum auf der polnischen Seite Usedoms; eines super Schlechtwetter-Angebotes für Feriengäste dies- und jenseits der de facto gar nicht mehr wahrgenommenen Grenzlinie.

Die gelegentlich etwas träge daher kommende, von Jörg Leutloff aus Berlin moderierte Diskussion, wurde spannend, als es um die Chancen und Grenzen von Strandbars oder Lounges ging. Da schlug die große Stunde des Behördenchefs. Matthias Wolters vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt stellte klar, dass der Küsten- und Naturschutz absoluten Vorrang habe. Dennoch könne man an geeigneten Stellen mit sehr breiten Dünen darüber nachdenken, im landseitigen Bereich (der sogenannten Sicherheitsdüne) Bebauungen zuzulassen und Gastronomie zwischen April und Oktober zu prüfen.

Problematisch laut Bauamtschef Hartwig sei indes der unerlässliche Anschluss von Wasser- und Abwasserleitungen. Doch technische Lösungen gebe es. Die Gemeinden müssten nun ihre Wünsche konkretisieren, der TVIU werde daran mitarbeiten.

Sebastian Aders Fazit: „Wir müssen all das tun, was dazu führt, dass die Menschen als Gäste auf die Insel Usedom kommen und als ihre Fans wieder abreisen.“

Steffen Adler

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