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Alte Apfelsorten für die Waldlichtung

Bansin Alte Apfelsorten für die Waldlichtung

Ückeritzer Sechstklässler pflanzen unter fachlicher Anleitung. Revierförster Prabel unterstützt das Anlegen der Streuobstwiese.

Bansin. Seit 2009 entsteht im ehemaligen Pflanzgarten des Forstamtes Neu Pudagla im Bansiner Wald eine Streuobstwiese. Jahr für Jahr werden seither neue Bäume auf der Waldlichtung gepflanzt. Dieser Tage geschah dies zum zweiten Mal hintereinander unter Beteiligung von Schülern der Ostseeschule Ückeritz.

Die Klasse 6 b war mit ihrer Klassenlehrerin Marianne von Diest und ihrem Biologielehrer Philipp Schaffner eifrig mit dabei, zehn alte Hochstamm-Apfelbäume in die Erde zu setzen. Schon im vergangenen Jahr halfen dieselben Schüler mit, Walnussbäume zu pflanzen und die älteren Apfelbäume auf der Fläche mit neuen Holzpfosten zu stabilisieren.

Ihr erster Weg war deshalb auch zu den Bäumen, um die sie sich vor Jahresfrist gekümmert hatten. Zwar können Tyra, Nele, Paul und Tom nicht viel mit den Sortennamen Topaz, Holsteiner Cox oder Pommerscher Krummstiel anfangen, doch ein Interesse, an dem, was von ihnen gepflanzt wurde, ist ihnen deutlich anzusehen.

Für die praktische Arbeit leisteten die Forstarbeiter von Revierförster Sven Prabel die Vorarbeit. Gut ein Meter tiefe und zwei Meter breite Löcher wurden mit der Planierschaufel ausgehoben. In Dreiergruppen setzten die Schüler ihre Bäume in die Gruben und schaufelten diese mit dem Aushubmaterial wieder zu. Anschließend mussten sie — auch die Mädchengruppe von Emma Stachelhaus, Bibiana Schwarz und Michelle Köhler — Eisenpflöcke in die Erde rammen, an denen die Bäume und ein Schutzzaun gegen Wildverbiss befestigt wurden.

Philipp Schaffner, der sein erstes Jahr als Lehrer in Ückeritz verbringt, hat Erfahrung mit Streuobstwiesen und Apfelsorten. Seine Diplomarbeit schrieb der gebürtige Hesse über Feuerbrandresistenzen im Obstbau. Außerdem hat er auch in Südhessen schon Projekttage mit Schülern auf Streuobstwiesen durchgeführt. „Da haben wir an einem Tag die Äpfel geerntet und gemostet“, so der Pädagoge.

Er hat großes Interesse, aus dem gejüngsten Umwelttag-Projekt „etwas Längerfristiges“ zu machen. So fände es Schaffner schön, wenn die Schüler „in allen Jahreszeiten hierher kommen“ könnten.

Klassenlehrerin Marianne von Diest schätzt ihre Schüler so ein, dass sie auch künftig Interesse an „ihrer“ Streuobstwiese haben werden. So machte sie es ihnen spontan zur Aufgabe, nach der praktischen Arbeit über die Wiese zu laufen und die Sortennamen zu notieren. Zu Hause sollen sie dann im Internet Informationen zu den Apfelsorten zusammentragen und daraus ein Referat machen.

Zwar soll die Streuobstwiese inmitten des Waldes vor allem zur Äsung des Wildes dienen, wie Sven Prabel erläuterte. Doch ist es durchaus vorstellbar, dass die Schüler in den nächsten Jahren, dann, wenn die Bäume genügend Früchte tragen, zum Ernten und Kosten der Äpfel wiederkommen.

Dietmar Pühler

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